Mittwoch, 07. Januar 2015

Neuer Oberer für Meraner Kapuziner

„Verkünde dieses Evangelium in Wort und Tat!“ so Br. Lech Siebert, Provinzial und Ordensoberer für Südtirol und Österreich bei der Festmesse.

Br. Lech Siebert, Ordensoberer für Südtirol und Österreich übergibt das Evangelienbuch an den neuen Meraner Hausoberen Br. Piotr Pańczak.
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Br. Lech Siebert, Ordensoberer für Südtirol und Österreich übergibt das Evangelienbuch an den neuen Meraner Hausoberen Br. Piotr Pańczak.

 „Als Guardian bist du Vorbild in der Sorge um die Mitbrüder und die Menschen.“ Br. Piotr Panczak ist der neue Guardian, also Hausobere und damit Leiter des Kapuzinerklosters Meran. Am 4. Jänner wurde er in der Meraner Kapuzinerkirche von Provinzial Br. Lech Siebert feierlich in sein Amt eingeführt. Als Symbol für die neue Aufgabe wurde ihm ein Evangelienbuch überreicht. Weitere Mitfeiernde waren Br. Franz Zitturi, Provinzvikar und Stellvertreter des Provinzials, der italienische Dekan Gabriele Pedrotti und der deutsche Dekan Johann Pamer sowie viele Ordensangehörige und Gläubige. Neben der Einführung des neuen Hausoberen bedankte sich der Provinzial beim bisherigen Guardian Br. Robert Prenner. Die Amtsübergabe wurde sowohl in der italienischen als auch in der deutschen Messe feierlich begangen.

Seelsorger durch und durch

„Menschen sind Br. Piotr ein großes Anliegen“, erzählt Provinzial Br. Lech. „Sie zu begleiten und zu motivieren ist seine Stärke. Er ist Seelsorger durch und durch.“ Neben der Seelsorge legt das Kapuzinerkloster Meran ein besonderes Augenmerk auf Offenheit für Gäste, die einige Zeit im Kloster mitleben möchten. „Guardian sein heißt für mich dienen“, beschreibt Br. Piotr selbst seine neue Aufgabe. „Ein Guardian sorgt für die familiäre Stimmung im Haus und für die Gastfreundschaft gegenüber denen, die zu uns kommen. Er soll nach dem Vorbild Christi für alle offen sein.“

Ein bekanntes Gesicht als Leiter

Br. Piotr Panczak ist Meran nicht neu. Seit fünf Jahren lebt er im dortigen Kapuzinerkloster, nun übernimmt er dessen Leitung. „Jeder sucht einen Platz, wo er sich wohlfühlt und angenommen ist. Nach fünf Jahren kann ich sagen, dass ich den richtigen Platz gefunden habe“, so Br. Piotr. Neben der Aufgabe im Kloster wirkt Br. Piotr als Seelsorger für die italienische Gemeinde in Lana und arbeitet in der Krankenhausseelsorge in Martinsbrunn mit. Als Hausoberer trägt er organisatorisch die Verantwortung für die örtliche Brüdergemeinschaft und das Kloster in personellen, spirituellen und wirtschaftlichen Belangen. Die Funktionsperiode eines Guardian beträgt drei Jahre und kann einmal verlängert werden. 

stol