Donnerstag, 18. Januar 2018

Neues Grenzsicherungsabkommen zwischen Paris und London

Großbritannien und Frankreich haben ein neues Abkommen geschlossen, um die Sicherheit an der gemeinsamen Grenze zu verstärken. Dafür bekommt Paris von London weitere 44,5 Millionen Pfund (50,24 Mio. Euro).

Emmanuel Macron und Theresa May in Sandhurst. - Foto: APA (AFP)
Emmanuel Macron und Theresa May in Sandhurst. - Foto: APA (AFP)

Das vereinbarten die britische Premierministerin Theresa May und der französische Staatschef Emmanuel Macron am Donnerstag bei einem Treffen in der Königlichen Militärakademie Sandhurst.

Großbritannien und Frankreich „bleiben den Grundsätzen der lange bestehenden Touquet-Vereinbarung verpflichtet”, sagte May im Anschluss an das Treffen. Es seien lediglich „zusätzliche Maßnahmen” für Calais und andere Grenzorte beschlossen worden. Die vereinbarte Millionenzahlung werde in Zäune, Überwachungskameras und Erkennungstechnologie investiert, sagte die britische Regierungschefin.

Das neue Abkommen zur Grenzsicherung löst den 15 Jahre alten Vertrag von Touquet ab, der gemeinsame Kontrollen ermöglichte. In weiteren Vereinbarungen aus den Jahren 2009, 2010 und 2014 verpflichtete sich Frankreich, Grenzübertritte von Flüchtlingen nach Großbritannien zu verhindern - vor allem in der Umgebung des Eurotunnels in Calais. Mit britischer Hilfe wurden Zäune und Überwachungsanlagen gebaut. Kritiker argumentieren, faktisch habe sich damit die britische Grenze nach Frankreich verschoben.

apa/ag.

stol