Samstag, 02. Juli 2016

Neun Italiener sterben im Geiseldrama von Dhaka

Die Geiselnehmer von Dhaka überfallen ein Restaurant, das besonders bei ausländischen Gästen beliebt ist. Unter ihren 20 Opfern sind viele Italiener.

Foto: © APA/AFP

Insgesamt neun Italiener sind bei der Terrorattacke in der Hauptstadt von Bangladesch ums Leben gekommen. Wie das Außenministerium in Rom am Samstag mitteilte, starben bei der Geiselnahme fünf Frauen und vier Männer aus Italien. Die italienische Fußballmannschaft wollte wegen der Terrortat in Bangladesch beim Viertelfinalspiel der Europameisterschaft gegen Deutschland am Abend mit schwarzen Armbinden antreten.

Regierungschef Matteo Renzi erklärte in Rom: „Unsere Gedanken, unsere Gebete und unsere Tränen einen sich mit den Tränen der Familien in Dhaka, besonders der Familien unserer Landsleute.“ Italien habe die Pflicht, seine Werte gegen die Terroristen zu verteidigen. Dies sei „der einzige Weg, auf dem wir das Andenken an unsere gefallenen italienischen Mitbrüder ehren können“, sagte Renzi. „Italien zieht sich angesichts der Torheiten derer, die unseren Alltag zerstören wollen, nicht zurück.“

Bei der Geiselnahme waren nach Militärangaben aus Bangladesch 28 Menschen ums Leben gekommen. Die Belagerung endete am Samstagmorgen (Ortszeit), als Sicherheitskräfte den Tatort stürmten und 6 der 7 mutmaßlich islamistischen Terroristen erschossen. Auch 2 Polizisten starben. Die 20 erschossenen Geiseln kamen alle aus dem Ausland.

 dpa

stol