Dienstag, 26. Juli 2016

Neun mutmaßliche Islamisten bei Polizeieinsatz in Bangladesch getötet

In Bangladeschs Hauptstadt Dhaka sind am Dienstag bei einem mehrstündigen Polizeieinsatz neun mutmaßliche Islamisten getötet worden.

Foto: © APA/AFP

Die Polizei teilte mit, die Getöteten gehörten zu der verbotenen heimischen Gruppe Jamayetul Mujahideen Bangladesh (JMB). Diese Gruppe wurde von den Behörden für den Anschlag vom 1. Juli verantwortlich gemacht, bei dem in Dhaka 20 Geiseln starben.

„Neun islamische Kämpfer wurden bei einem zweistündigen Feuergefecht getötet“, sagte Polizeisprecher Masud Ahmed. Ein weiterer Extremist wurde bei dem Feuergefecht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. „Sein Name ist Hasan, er sagte, es seien alles IS-Mitglieder“, sagte ein Polizist. Der „Islamische Staat “(IS) hatte sich zu dem Anschlag vom 1. Juli bekannt.

Die Behörden in Bangladesch bestreiten jedoch, dass der aus dem Ausland operierende IS dort Anschläge verübt und verweisen auf die Gruppierung JMB.

„Wir gehen davon aus, dass es alles JMB-Mitglieder sind“, sagte der Chef der nationalen Polizei Bangladeschs, A.K.M. Shahidul Hoque. „Wir haben keine Verbindung zum IS gefunden, es sind alles Kämpfer aus Bangladesch.“

Der Polizist, der AFP über die Aussagen des Überlebenden informierte, sagte, dieser sei ein Koch aus dem nördlichen Bezirk Bogra. Von dort stammten auch zwei der Attentäter vom 1. Juli. Der IS hatte nach diesem Anschlag Video-Aufnahmen vom Tatort veröffentlicht.

apa/afp

stol