Mittwoch, 27. Juni 2018

Neun Tote bei Anschlag auf protürkische Rebellen in Syrien

Bei einem Anschlag auf protürkische Rebellen in der nordsyrischen Stadt Afrin sind laut Aktivisten mindestens neun Menschen getötet worden. Ein mit Sprengstoff beladenes Auto sei auf einem Platz in der Innenstadt nahe einer Patrouille der Rebellen explodiert, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch.

Ein mit Sprengstoff beladenes Auto ist in der Stadt Afrin explodiert und hat neun Menschen getötet. - Foto: APA/AFP
Ein mit Sprengstoff beladenes Auto ist in der Stadt Afrin explodiert und hat neun Menschen getötet. - Foto: APA/AFP

Zudem sei ein mit Sprengstoff präpariertes Motorrad nahe einem türkischen Militärposten detoniert. Laut der oppositionsnahen Organisation, die ihre Informationen von Aktivisten vor Ort bezieht, handelte es sich bei den Opfern um fünf Zivilisten und vier Rebellen. Die amtliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu sprach von sechs Toten.

Niemand bekennt sich zum Angriff

Zunächst bekannte sich niemand zu den Angriffen auf die türkischen Soldaten und ihre syrischen Verbündeten, die in Afrin regelmäßig das Ziel von Anschlägen sind. Ein Rebellenkommandeur machte kurdische Kämpfer verantwortlich.

Beide Gruppen als „Terrororganisationen” eingestuft

Die türkische Armee hatte die Region Afrin mit verbündeten syrischen Rebellen im März nach zweitmonatigen erbitterten Gefechten von den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) erobert, die Afrin seit 2012 kontrollierten. Die Türkei betrachtet die Präsenz der kurdischen Miliz an ihrer Grenze wegen ihrer engen Verbindungen zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als Bedrohung und stuft beide Gruppen als „Terrororganisationen” ein.

apa/ag.

stol