Donnerstag, 14. Mai 2020

New York Times berichtet über Südtirols Sonderweg

Südtirols Alleingang in Phase 2 rief ein großes Medienecho hervor. Nun berichtet auch die New York Times über den Sonderweg unserer Autonomie. In dem Artikel kommen neben Landeshauptmann Arno Kompatscher und Handelskammerpräsident Michl Ebner auch Schützen-Chef Jürgen Wirth Anderlan und der Barbesitzer Alex Sullmann aus Neumarkt zu Wort.

Die New York Times berichtet über den Alleingang Südtirols in Phase 2.
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Die New York Times berichtet über den Alleingang Südtirols in Phase 2. - Foto: © Screenshot/New York Times
Der Artikel geht nicht nur auf Südtirols Sonderweg ein, sondern auch auf die Landschaft, auf die Geschichte der Autonomie und Politik des Landes. Auch die „Los von Rom“ und „Freiheit“- Feuer werden erwähnt.

Beschrieben wird Südtirol als eine alpine Gegend mit Weltklasse-Skigebieten und sehr gepflegter Kulturlandschaft, als herrliche Obst- und Weinbau-Gegend.

Zum Sonderweg der Autonomie kommen dann Landeshauptmann Arno Kompatscher, Handelskammerpräsident Michl Ebner, Schützen-Chef Jürgen Wirth Anderlan und Barbesitzer Alex Sullmann aus Neumarkt zu Wort.

„Wir haben eine relativ gute Situation, was die epidemische Kurve angeht, und eine der niedrigsten Ansteckungsraten italienweit“, wird Kompatscher zitiert. Und weiter: „ Wir haben uns in Phase 1, also in der Zeit des Notstandes, an die Vorgaben des Staates gehalten, weil es notwendig war, aber wir sind sehr stolz auf unsere Autonomie und nutzen sie.“

„We have a relatively positive situation regarding the epidemic, with a rate of contagion the lowest in Italy,“ said Gov. Arno Kompatscher, whose South Tyrolean People’s Party has controlled the province since 1948. We appreciated the actions of the government in the phase of emergency, where it was necessary to move in a united way,“ Kompatscher said. “But we are very proud and jealous of our autonomy.’’

Michl Ebner schlägt in dieselbe Kerbe: „ Wir haben uns an Italiens Regeln in Phase 1 gehalten, und ich verstehe das Konzept der Solidarität, aber die Regeln können jetzt nicht von Lampedusa bis zum Brennerpass die gleichen sein. Es sind komplett unterschiedliche Situationen.

„I understand the concept of solidarity,’’ Ebner said. „’But you cannot apply the same rules from Lampedusa to the Brenner Pass. The situations are different.’’

Die New York Times erklärt dann: Während die Regierung erfolgreich jeglichen Sonderweg in Kalabrien stoppte, konnte Südtirol solche Auseinandersetzungen aufgrund des Autonomiestatus vermeiden.

While the government successfully blocked the southern region of Calabria’s efforts to reopen ahead of the national schedule, South Tyrol managed to avoid significant legal challenge due to its self-governance statute.

Dann kam auch Barbesitzer Sullmann zu Wort. Dieser zeigte sich zufrieden über die frühere Öffnung in Südtirol, allerdings gäbe es noch viele Unklarheiten und auch viele Regeln, die ihm Sorgen bereiten.

The province gave us the OK, but there are a lot of questions and a lot of rules are not set in stone yet,’’ Sullmann, 30, said.

Die Schützen werden im Artikel als eine Gruppierung beschrieben, die Tiroler Traditionen schätzen und erhalten und Italien als fremde Macht sehen. Wirth Anderlan, Chef der 6000 Schützen im Land, nennt die “Los von Rom„ – Feuer ein friedliches Zeichen, die den Weg Südtirols in Phase 2 erleichterten und politische Handlungen unterstreichen sollten.

Juergen Wirth Anderlan thinks the peaceful message made Kampatscher’s push to open businesses easier to sell to Rome’s minister for regional affairs.
.... We underscored that with these fires.’’

Hier kommen Sie zum Artikel der New York Times.

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