Dienstag, 17. Mai 2016

Nicht alle Kinder können bei ihren Eltern wohnen

Im Frühjahr 2016 ist die Klasse 3C der Mittelschule Tramin in das Südtiroler Kinderdorf gefahren. Dort erfuhren die Schüler/innen viel über das Leben der Kinder und Jugendlichen im Kinderdorf und darüber warum Kinder dort wohnen.

Klasse 3 c der Mittelschule Tramin
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Klasse 3 c der Mittelschule Tramin

„Wir wurden als erstes ganz herzlich von der Mitarbeiterin Waltraud Franzelin begrüßt, die uns durch das Dorf führte.  Wir legten symbolisch mit einem Seil einen Lebensweg. Darauf vermerkten wir positive und negative Ereignisse, die in einem Leben vorkommen können. Die Erzieherin erklärte uns, dass im Leben der Kinder und Jugendlichen im Südtiroler Kinderdorf sehr dramatische Ereignisse innerhalb der Familie passieren, auf die sie selbst keinen Einfluss haben, wie z.B. Gewalt in der Familie oder eine schwere psychische Erkrankung eines Elternteils. Diese dramatischen Situationen in der Familie führen dazu, dass die Kinder nicht mehr bei ihren Eltern leben können, weil ihr gesundes Aufwachsen gefährdet ist“, erklärt die Lehrerin Ilse Hlauschek-Dezini. Es machte die Kinder betroffen, dass es in Südtirol Kinder gibt, die nicht bei ihren Eltern leben können.

„Überrascht hat mich, dass jedes Kind ein eigenes Zimmer hat!“ so eine Schülerin. Die Kinder waren vor allem davon beeindruckt, wie schön das Gelände und die Familienhäuser sind. „Leider konnten wir mit keinem der Jugendlichen persönlich sprechen.  Wir würden gerne einen Teil des Geldes, das wir bei einem Buffet eingenommen haben, dieser Organisation zur Verfügung stellen“, sagt ein Schüler.

Südtiroler Kinderdorf, Brixen

stol