Samstag, 14. April 2018

Nicht alle US-Geschosse treffen Ziele in Syrien

Entgegen der Darstellung des US-Verteidigungsministeriums haben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge nicht alle US-Geschosse ihre Ziele in Syrien getroffen. Die Einschätzung des Pentagon sei nicht korrekt, sagte der Leiter der in Großbritannien ansässigen Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Einige der Geschosse hätten ihre Ziele getroffen, andere nicht.

Die syrische Luftabwehr habe 12 Geschosse im Anflug auf den Militärflughafen Dumair bei Damaskus abgefangen.
Die syrische Luftabwehr habe 12 Geschosse im Anflug auf den Militärflughafen Dumair bei Damaskus abgefangen. - Foto: © APA/AFP

Das Pentagon hatte zuvor mitgeteilt, man sei zuversichtlich, dass alle Flugkörper ihre Ziele getroffen hätten.

Das russische Verteidigungsministerium hatte am Morgen gemeldet, dass die syrische Luftabwehr 12 Geschosse im Anflug auf den Militärflughafen Dumair bei Damaskus abgefangen habe. Die Beobachtungsstelle bestätigte, dass „Raketen“ abgefangen worden seien und kein Geschoss in Dumair eingeschlagen sei. Die USA meldeten zunächst nicht, den Flugplatz ins Visier genommen zu haben. Russlands Angaben zufolge wurden insgesamt 71 von 103 Marschflugkörpern abgeschossen.

Die Beobachtungsstelle für Menschenrechte bezieht ihre Informationen von einem Netz von Informanten in Syrien und hat sich in der Vergangenheit als weitgehend verlässlich erwiesen.

dpa 

stol