Montag, 29. Februar 2016

Nicht wissen, glauben will der Mensch

Unter diesem Titel ist soeben das neueste Buch von Univ.-Prof. Dr. med. Bernd Gänsbacher, einem führenden Mediziner im Bereich Gentherapie in der Krebsforschung im Athesia Verlag erschienen.

Es geht der spannenden Frage nach, welches Wissen heute über Denkvorgänge und Automatismen des Intellekts bestehen und welche Rolle die Psyche bei der Entstehung von Krebs spielt. Die Redaktion sprach mit dem Autoren über sein Buch.

Prof. Gänsbacher, wie entstand die Idee zu diesem Buch?

Im letzten Jahrzehnt sind zweimal Nobelpreise in der Medizin an Forscher vergeben worden, die sich mit dem Entscheidungsfindungsprozess des Menschen befasst haben. Diese Arbeiten standen in Wettbewerb mit Arbeiten von hervorragenden Forschern, die auf dem Gebiet von Infektionskrankheiten oder Krebskrankheiten bahnbrechende Ergebnisse erzeugt hatten.

Ich fand das faszinierend, ganz besonders in Anbetracht der Tatsache, dass man bei abnormalen Vorgängen im Körper, die einzelnen Organe biopsieren und die Erbsubstanz der betroffenen Zellen durchlesen kann. Genauso kann man bei Infektionskrankheiten das Genom des Erregers sequenzieren, die einzelnen Gene untersuchen und Schwachstellen ausfindig machen. Das ist bei Problemen der Psyche nicht möglich.

Also muss es besonders interessante Einsichten auf diesem Gebiet geben.

Diese neuen Erkenntnisse über die Psyche habe ich in meinem Buch besprochen. Wenn man verstehen will, ob die Psyche bei der Krebsentstehung und Bekämpfung eine Rolle spielen kann, muss man grundlegende Mechanismen ihrer Funktionsweise verstehen.

Die Begegnung mit dem Autoren findet im Rahmen der Athesia Gesundheitswochen an vier Abenden jeweils um 20 Uhr statt: 11. März – Athesia Buchhandlung Bruneck, Stadtgasse 4; 14. März – Athesia Buchhandlung Meran, Lauben 186; 18. März – Kolpinghaus Bozen, Adolph-Kolping Straße 3 und 31. März – Raiffeisensaal Brixen, Großer Graben 12.

stol