Montag, 23. Mai 2016

Norbert Hofer gesteht Niederlage ein

Der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer hat seine Niederlage bei der Bundespräsidentenwahl in Österreich eingeräumt.

Am Ende fehlten 31.000 Stimmen: Norbert Hofer muss seine Niederlage eingestehen.
Am Ende fehlten 31.000 Stimmen: Norbert Hofer muss seine Niederlage eingestehen. - Foto: © LaPresse

„Natürlich bin ich heute traurig. Ich hätte gerne für Euch als Bundespräsident auf unser wunderbares Land aufgepasst“, schrieb der 45-Jährige am Montag auf Facebook. Das amtliche Endergebnis lag bis dahin noch nicht vor.

Auch der Vorsitzende der rechtspopulistischen Partei FPÖ, Heinz-Christian Strache, räumte auf Facebook ein, dass Hofers Kontrahent, der von den Grünen unterstützte Alexander Van der Bellen, knapp gewonnen habe. Hofer sei „in einem Fotofinish um Millimeter gerade noch nicht“ zum Bundespräsidenten gewählt geworden.

Weiter schrieb Strache, seine Partei habe dennoch bereits eine „Wende eingeleitet“. Dies sei der Anfang eines neuen Zeitalters „in Richtung direkter Demokratie und verbindlicher Volksabstimmungen“.

Grüne gratulieren

Auch die deutschen Grünen gratulierten dem ehemaligen Chef ihrer österreichischen Schwesterpartei, Van der Bellen. „Wir freuen uns, dass unser Nachbarland mit ihm ein Staatsoberhaupt bekommt, das für ein offenes und pro-europäisches Österreich steht“, sagte Co-Parteichef Cem Özdemir. Eine der dringlichsten Aufgaben des neuen Bundespräsidenten sei nun, das gespaltene Land wieder zusammenzuführen, sagte Özdemir.

apa

stol