Freitag, 18. März 2016

Nordkorea setzt Raketentests fort - doch da ging wohl was daneben

Die Weltgemeinschaft droht, doch Nordkorea lässt das kalt. Wieder greift das kleine kommunistische Land zur Drohung mit Raketen. Doch die Machtdemonstration klappt wohl nicht ganz.

Erst am Dienstag hatte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un für die nächste Zukunft neue Atomwaffenversuche sowie Tests von Raketen angekündigt, die mit einem Nuklearsprengkopf bestückt werden können.
Erst am Dienstag hatte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un für die nächste Zukunft neue Atomwaffenversuche sowie Tests von Raketen angekündigt, die mit einem Nuklearsprengkopf bestückt werden können. - Foto: © APA/Reuters

Unter Missachtung von UN-Resolutionen und neuer US-Sanktionen hat Nordkoreas Militär erneut eine Mittelstreckenrakete abgefeuert. Ein zweiter Raketentest ging möglicherweise schief.

Die erste Rakete sei nach dem Start nahe der Westküste etwa 800 Kilometer weit geflogen und vor der Ostküste ins Japanische Meer (Ostmeer) gestürzt, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums im benachbarten Südkorea am Freitag mit. Nordkoreas Militär habe einen zweiten nicht näher identifizierten Flugkörper gestartet, der nach 17 Kilometern vom Radar verschwunden sei. Militärs vermuteten, die Rakete könnte in der Luft explodiert sein.

Angesichts gemeinsamer Großmanöver der US-amerikanischen und südkoreanischen Streitkräfte werden die Raketenstarts in Seoul auch als Demonstration militärischer Stärke gewertet. Nach einem Atomtest Nordkoreas im Januar – dem vierten des Landes – und einem ebenfalls umstrittenen Trägerraketenstart im Februar nehmen die Spannungen in der Region ständig zu.

dpa

stol