Die Rakete sei offensichtlich Sekunden nach dem Start in der westlichen Provinz Süd-Pyongan in der Luft explodiert, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Samstag unter Berufung auf die Streitkräfte.Aus US-Militärkreisen hieß es dazu, die Rakete haben „das nordkoreanische Territorium nicht verlassen“. Es habe sich möglicherweise um eine Mittelstreckenrakete gehandelt.Mit dem sich zuspitzenden Streit über das umstrittene Atom- und Raketenprogramm Pjöngjangs hatte sich erst am Freitag der UNO-Sicherheitsrat beschäftigt. Dabei erhöhten die USA den Druck auf Nordkoreas Verbündeten China, eine Abkehr Pjöngjangs von diesem Programm zu erzwingen.Sanktionen gefordert US-Außenminister Rex Tillerson warb für schärfere Sanktionen gegen das kommunistische Land. US-Präsident Donald Trump kündigte bereits ein härteres Vorgehen gegen Nordkorea an und schloss auch einen Angriff nicht aus.Tillerson forderte eine neue Strategie, um Nordkorea dazu zu bringen, sein Nuklearprogramm aufzugeben. Alle UNO-Mitgliedsstaaten müssten „ab sofort“ bereits bestehende Sanktionen gegen Nordkorea besser umsetzen, das Land darüber hinaus weiter „finanziell isolieren“ und alle diplomatischen Beziehungen „aussetzen oder herunterstufen“. Wer sich nicht daran halte, dem drohten die USA ebenfalls mit Sanktionen. Tillerson betonte, dass er eine diplomatische Lösung vorziehe, aber „alle Optionen“ auf dem Tisch bleiben müssten.UNO sehr besorgtUNO-Generalsekretär António Guterres hatte das Verhalten Nordkoreas zuvor „auf das Schärfste“ verurteilt. Er sei sehr besorgt über das Risiko einer militärischen Eskalation des Streits – „auch durch Fehlkalkulation oder Missverständnis“.Nordkorea hat seit 2006 fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Zugleich arbeitet die Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen.Die USA befürchten, dass Nordkorea bei seinem Atom- und Raketenprogramm größere Fortschritte gemacht hat als bisher angenommen, und nordkoreanische Atomraketen eines Tages amerikanisches Festland erreichen könnten. Pjöngjang unterstellt den USA regelmäßig, durch die gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was beide Länder aber bestreiten.apa/dpa