Montag, 07. August 2017

Nordkorea will nicht über sein Atomprogramm verhandeln

Nordkorea will auch nach dem jüngsten Sanktionsbeschluss des UNO-Sicherheitsrats keine Abstriche an seinem Atomprogramm machen. Die „atomare Abschreckung zur Selbstverteidigung“ Nordkoreas stehe nicht zur Verhandlung, solange die USA das Land bedrohten, hieß es in einer Erklärung der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA vom Montag.

Nordkorea verhandelt trotz scharfer Sanktionen nicht über sein Atomprogramm.
Nordkorea verhandelt trotz scharfer Sanktionen nicht über sein Atomprogramm. - Foto: © LaPresse

„Es gibt keinen größeren Fehler für die USA als zu glauben, dass ihr Land auf der anderen Seite des Ozeans sicher ist.“ Nordkorea nannte keine Details, welche Maßnahmen ergriffen werden könnten. Nordkoreas Verbündeter China forderte alle Seiten zur Mäßigung auf.

„Wir werden niemals auch nur einen einzigen Schritt weg von der Stärkung unserer Atommacht unternehmen“, hieß es in der Meldung weiter. Die vom Sicherheitsrat verabschiedeten neuen Strafmaßnahmen wertete die nordkoreanische Staatsagentur als „gewalttätige Verletzung unserer Souveränität“.

UNO beschließt scharfe Sanktionen

Am Samstag hatte das UNO-Gremium scharfe Sanktionen gegen Nordkorea beschlossen. Sie sollen der Regierung in Pjöngjang rund eine Milliarde Dollar (rund 843 Millionen Euro) an Einnahmen aus Exporten entziehen, das entspricht einem Drittel der Summe aller Ausfuhren aus Nordkorea. Der Exportbann betrifft Kohle, Stahl und Eisen, Blei, Fisch und Meeresfrüchte.

Mit dem Beschluss reagierte der Sicherheitsrat auf den neuerlichen Raketentest Nordkoreas. Das Land hat seit 2006 Land zudem fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Trotz bereits bestehender umfassender Sanktionen treibt das Land seit Jahren sein Atomwaffenprogramm voran und schießt immer wieder Raketen zu Testzwecken ab, was ihm der Sicherheitsrat verboten hat.

apa/afp/reuters

stol