Donnerstag, 09. April 2015

Nordkorea will trotz maroder Wirtschaft weiter Atomwaffen bauen

Die UN ruft zu Spenden für hungernde Nordkoreaner auf. Pjöngjang bezeichnet die Lösung der Ernährungsprobleme als eine Aufgabe für 2015. Und dennoch will das Regime weiter Atombomben bauen.

Foto: © LaPresse

Ungeachtet großer Versorgungsprobleme und seiner maroden Industrie will Nordkorea weiter Atomwaffen bauen. Wichtig sei es, die strategische Linie der Partei umzusetzen, gleichzeitig den wirtschaftlichen Aufbau und den Ausbau einer Nuklearstreitmacht voranzutreiben, hieß es am Donnerstag in einem Bericht von Premierminister Pak Pong Ju bei einer Sitzung des Parlaments in Pjöngjang. Machthaber Kim Jong Un fehlte nach Berichten südkoreanischer Medien bei der Sitzung.

Als Hauptaufgabe für dieses Jahr nannte es Pak zugleich vor der Obersten Volksversammlung, „das Nahrungsproblem für die Menschen durch Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei zu lösen“. Zudem müsse die Stromerzeugung und die Metallindustrie gefördert werden, wurde er von den nordkoreanischen Staatsmedien zitiert.

Die Vereinten Nationen hatten am Mittwoch an die internationale Gemeinschaft appelliert, für die Versorgung hungernder Nordkoreaner zu spenden. Es sollten rund 111 Millionen Dollar zusammenkommen. Das Geld solle die Kosten von Projekten in Bereichen wie Ernährung, Landwirtschaft und Gesundheit decken.

dpa

stol