Freitag, 04. November 2016

„Nur das Beste aus unseren Weinbergen“

Am Abend des 3. November lud der Südtiroler Weinvisionär und Kellermeister Hans Terzer die Fachwelt der Önologen in seine vertrauten Gemäuer der Kellerei St. Michael, um den neuesten Schatz zu präsentieren: den Spitzen-Wein Appius 2012.

Leuchtende Augen, gezückte Video- und Handykameras, Applaus – das Who ist Who der italienischen Önologen und Gastrokritiker war fasziniert von der Präsentation des neuen Spitzenweines Appius 2012 von Seiten seines Schöpfers: Hans Terzer. Es handelt sich dabei um die nunmehr 3. Auflage eines ausgewiesenen Liebhaberprojektes, das in der Fachwelt hohe Wellen schlägt. Dabei folgt Terzer seiner Vision, das beste Traubengut aus den besten Überetscher Lagen gemäß seinen persönlichen Vorstellungen in einen Spitzenwein zu vermengen. Im Falle des Appius 2012 heißen die Protagonisten zu 65 Prozent Chardonnay, zu 15 Prozent Sauvignon und auch Pinot Grigio und Weißburgunder mischen mit. „Der Wein zeigt sich jetzt schon sehr reif, ich bin sehr zufrieden“, beschrieb Terzer seine exklusive Schöpfung und umschrieb diese im besten Fachjargon mit „barock“, „kräftig“ und „starker Präsenz“.

Farblich zeigt sich das Cuvee in leuchtendem Goldgelb mit grünen Reflexen, das komplexe Bouquet gibt exotische Fruchtnoten von Banane, Ananas, Papaya frei, um schließlich floralen Noten zu weichen. „Grundsätzlich wird der Appius in kleinen Holzfässern vergoren und 12 Monate lang ausgebaut, ehe er knapp 3 Jahre im Stahltank auf der Feinhefe heranreift“, gab Terzer Einblick in die Machart. Das Fachpublikum konnte sich mittels Verticalverkostung aller drei Appius-Jahrgänge von der bisherigen Entwicklung überzeugen, die dazu passenden Gerichte wurden vom Team des Eppaner Spitzenkochs Herbert Hintner aufgetischt.

Unmissverständlich wies Terzer darauf hin, dass die Grundlage für jeden Spitzenwein die Qualität der Trauben im Weinberg bildet – ein klarer Hinwies auf die Bedeutung der Arbeit der Weinbauern im Jahresverlauf. Der Appius 2012 wurde auf eine Auflage von rund 5500 einzeln nummerierten Flaschen limitiert, die beiden Vorgängerweine sind bereits ausverkauft und wurden entsprechend von führenden Weinkritikern gehuldigt. Ohne gelungenes Teamwork ließe sich nie und nimmer ein Spitzenwein herstellen, ohne kompromissloses Streben nach Qualität erst recht nicht. „Längerfristig möchten wir uns mit der Appius-Selektion bei einem breiten, internationalen Publikum etablieren – dafür haben wir in den vergangenen 30 Jahren intensiv gearbeitet“, meinte Terzer. Beharrlichkeit, unbestechlicher Qualitätsanspruch und langer Atem machen sich bezahlt: Für 2017 wird neben dem 110-jährigen Jubiläum der Kellerei St. Michael und 30 Jahre St. Valentin-Linie zudem die 40-jährige Tätigkeit Terzers im Dienste der Kellerei gefeiert. 

stol