Samstag, 16. Mai 2015

Obama glaubt nicht an Lösung in Syrien vor Ende seiner Amtszeit

US-Präsident Barack Obama glaubt nicht an eine Lösung des Syrien-Konflikts vor dem Ende seiner Amtszeit.

Barack Obama
Barack Obama - Foto: © LaPresse

„Die Situation in Syrien ist herzzerreißend, aber sie ist extrem komplex“, sagte Obama dem arabischen Nachrichtensender Al-Arabiya am Freitag. Auf die Frage, ob er ein Ende des Bürgerkriegs vor seinem Ausscheiden aus dem Präsidentenamt im Jänner 2017 erwarte, sagte er: „Wahrscheinlich nicht“.

Er betonte erneut, dass es keine „militärische Lösung“ des Konflikts gebe könne, der mehr als 220.000 Menschen das Leben gekostet hat. Zur Lösung des Konflikts sei eine Kooperation mit den Golfstaaten, der Türkei und anderen Ländern der Region nötig, sagte Obama.

Eine Verantwortung für den Konflikt wies er zurück. „Sie haben einen Bürgerkrieg in einem Land, der aus langwährenden Missständen herrührt“, sagte der Präsident. „Das ist nichts, was von den USA ausgelöst wurde, und nichts, was von den USA hätte gestoppt werden können.“ Die Menschen im Mittleren Osten würden allzu oft alle Verantwortung auf Washington schieben, kritisierte Obama.

apa/afp

stol