Donnerstag, 21. Mai 2015

Obama: Sind im Kampf gegen IS nicht auf Verliererstraße

US-Präsident Barack Obama hält den Einsatz gegen die radikale Miliz Islamischer Staat (IS) trotz deren jüngster Erfolge für noch nicht gescheitert.

Gibt sich optimistisch: Barack Obama
Gibt sich optimistisch: Barack Obama - Foto: © APA/EPA

Der Fall der irakischen Provinzhauptstadt Ramadi sei ein „taktischer Rückschlag“, sagte Obama in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview des US-Magazins „The Atlantic“. Er glaube aber nicht, dass der Kampf gegen den IS verloren sei.

Die sunnitischen Stämme müssten gleichwohl intensiver ausgebildet werden. Zugleich müssten sie aber auch dazu gebracht werden, sich mehr in den Einsatz gegen den IS einzubringen.

Das Interview wurde am Dienstag geführt, also noch vor dem Einmarsch des IS in der strategisch wichtigen antiken Stadt Palmyra in Syrien. Zu dem Zeitpunkt stand vor allem der Fall Ramadis am vergangenen Wochenende im Zentrum der Debatte, denn er zeigte, dass die Miliz wohl noch längst nicht geschlagen ist.

Obama bekräftigte, er stehe an der Seite der irakischen Regierung. „Ich werde unser Militär weiterhin anweisen, den irakischen Sicherheitskräften jede Unterstützung zukommen zu lassen, die sie brauchen, um ihr Land zu sichern.

Und ich werde die diplomatische und wirtschaftliche Unterstützung aufbieten, sie zur Stabilisierung benötigen.“

Die USA beteiligen sich seit mehreren Monaten am Kampf gegen den IS, der im Irak und im benachbarten Syrien große Landesteile unter seine Kontrolle gebracht hat.

apa/reuters

stol