Samstag, 21. März 2015

Obama und Hollande: Teheran muss auf Sorgen des Westens eingehen

US-Präsident Barack Obama und Frankreichs Staatschef Francois Hollande haben am Freitagabend über die Atomverhandlungen mit dem Iran beraten.

Barack Obama
Barack Obama - Foto: © LaPresse

Nach Angaben des Weißen Hauses waren sich die beiden Politiker einig, dass Teheran noch „mehrere Hindernisse“ aus dem Weg räumen müsse.

Ziel sei ein Abkommen, in dem Teheran „nachprüfbar“ und „vollständig“ auf die Forderungen der 5+1-Gruppe aus Deutschland und den fünf UN-Vetomächten eingehe. Hollande hatte sich kurz zuvor am Rande des EU-Gipfels in Brüssel mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem britischen Premierminister David Cameron und der EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini getroffen, um die europäische Position innerhalb der 5+1-Gruppe abzustimmen.

„Der französische Standpunkt ist klar: Ja, der Iran darf die Atomtechnologie zu zivilen Zwecken nutzen, er darf aber keinen Zugang zu Atomwaffen bekommen“, betonte Hollande nach den Beratungen. Das angestrebte Abkommen müsse dies sicherstellen.

In den Verhandlungen über das umstrittene Atomprogramm Teherans soll bis Ende März eine politische Grundsatzvereinbarung erzielt werden, bis Anfang Juli dann ein vollständiges Abkommen samt der technischen Einzelheiten unter Dach und Fach sein. Die Vertreter der 5+1-Gruppe hatten in dieser Woche in Lausanne mit dem Iran verhandelt.

US-Außenminister John Kerry will am Samstag in London mit dem deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier sowie seinen Kollegen aus Großbritannien und Frankreich über die Atomverhandlungen beraten. Am Mittwoch sollen die internationalen Gespräche zwischen der 5+1-Gruppe und Teheran fortgesetzt werden.

apa/afp

stol