Sonntag, 20. November 2016

Obama und Putin haben sich nicht mehr viel zu sagen

US-Präsident Barack Obama scherzt, schüttelt Hände, informiert sich über den Friedensprozess in Kolumbien und bilanziert mit Chinas Präsident Xi Jinping den Status Quo des gemeinsamen Verhältnisses.

Foto: © APA/AFP

Russlands Präsident Wladimir Putin hat auch zahlreiche Gespräche beim Asien-Pazifik-Gipfel der 21 Apec-Staaten in Lima.

Aber nicht so sehr mit Obama, beide gehen sich aus dem Weg. Nicht erst seit dem Zerwürfnis wegen der russischen Syrienpolitik ist das Verhältnis der beiden mächtigen Männer schlecht. Zuletzt warnte Obama seinen gewählten Nachfolger Donald Trump vor einer zu starken Annäherung an Russland und Putin.

Ein bilaterales „Abschlussgespräch“ der Beiden war trotz Obamas Ausscheiden aus dem Amt nicht angesetzt worden – so waren letzte Worte zufälligen Gipfelbegegnungen vorbehalten. Bildhaft deutlich wurde die Distanz beim feierlichen Dinner und einer opulenten Show am Samstagabend im Parque de la Reserva der peruanischen Hauptstadt. Obama war an der Seite von Chiles Präsidentin Michelle Bachelet platziert worden, Putin rund 15 Plätze weiter an der Seite von Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto.

Wladimir Putin traf sich in Lima unter anderem auch mit Xi Jinping, mit dem philippinischen Staatschef Rodrigo Duterte und mit Japans Ministerpräsidenten Shinzo Abe. Für Mai 2017 kündigte Putin der Agentur Interfax zufolge einen Besuch in China an.

Duterte, der Obama als „Hurensohn“ bezeichnet hatte, lobte Putin nach dem Treffen überschwänglich und kritisierte die US-Politik.

dpa

stol