Samstag, 14. November 2015

OECD beklagt ungleiche Verteilung von Reichtum – Ursache von Terror?

Vor dem G20-Gipfel in der Türkei hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die ungleiche Verteilung von Reichtum beklagt. In den entwickelten Ländern klaffe die Schere zwischen Arm und Reich so weit wie nie, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurria am Samstag in Belek bei Antalya.

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Auch in den Schwellenländern werde die Kluft tiefer.

Gurria sah wirtschaftliche Ungleichheit auch als eine Ursache von Terrorismus. Nach den Terroranschlägen von Paris, wo die OECD ihren Sitz hat, rief er die G20-Staaten zu koordiniertem Vorgehen gegen den Terror auf. „Ohne internationale Kooperation wird keine nationale Anstrengung Erfolg haben.“

Für das Treffen von 19 Industrie- und Schwellenländern und der Europäischen Union (EU) hat die OECD Vorschläge gemacht, wie die Steuerflucht internationaler Konzerne gestoppt werden kann. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Staats- und Regierungschefs die Vorschläge bei ihrem Treffen am Sonntag und Montag annehmen.

dpa

stol