Samstag, 23. September 2017

ÖVP im Endspurt: Kurz will als Veränderer ins Kanzleramt einziehen

Mit einem klaren Bekenntnis zur Neugestaltung des Landes gehen Österreichs Konservative in die Schlussphase des Wahlkampfs.

In Umfragen liegt die ÖVP drei Wochen vor der Wahl in Front.
In Umfragen liegt die ÖVP drei Wochen vor der Wahl in Front. - Foto: © APA

„Wir haben den Willen zur Veränderung“, sagte ÖVP- Spitzenkandidat Sebastian Kurz am Samstag vor rund 10 000 Anhängern in Wien. Zu den wichtigsten Punkten einer ihm geführten Regierung werde eine Veränderung bei den Sozialleistungen für Zuwanderer gehören. „Wir müssen die Fehlentwicklungen stoppen, damit wir das Sozialsystem langfristig absichern können.“ Migranten erhielten sehr bald teils erhebliche öffentliche Gelder, kritisierte Kurz.

„Wo ein Wille, da ein Weg“

Darüber hinaus seien massive Steuersenkungen, eine Schuldenbremse in der Verfassung und die aus Deutschland bekannte Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers von Nöten. „Machen wir es wie die Deutschen“, sagte Kurz angesichts bisher oft lähmender kabinettsinterner Machtkämpfe in Österreich. Der 31-Jährige betonte, dass er sich in seinem Veränderungswillen nicht ausbremsen lassen werde. „Wo ein Wille, da ein Weg.“

ÖVP mutmaßt über Rot-Blau

Zugleich warnte er seine Anhänger davor, sich zu siegessicher zu geben. In Umfragen liegt die ÖVP drei Wochen vor der Wahl in Front. Die Konservativen befürchten allerdings, durch eine etwaige Koalition der Verlierer übertrumpft zu werden.

„Natürlich wissen wir, dass Rot-Blau vorbereitet wird“, sagte ÖVP-Generalsekretärin Elisabeth Köstinger zu einem etwaigen Bündnis von Sozialdemokraten und rechter FPÖ, die nach Umfragen je bei etwa 25 Prozent liegen.

dpa

stol