„Dem Pächter oder der Pächterin stünde das gesamte Gebäude zur Verfügung: eine Wohnung für eine Familie, drei Zimmer zur Vermietung, Bar und Restaurant sowie eine vollautomatische Kegelbahn. Und der Parkplatz, der auch als Festplatz kollaudiert ist, gehört ebenfalls zum ‚Wirt‘ – ebenso wie eine E-Bike-Ladestation und ein Spielplatz“, sagt er. <BR /><BR />Und der Gemeinderat mit Sonderfunktion ergänzt: „Wir als Lananer Gemeindeverwaltung sind bereit, unseren ‚Pawigler Wirt‘ zu einem niedrigen Pachtzins zu vergeben. Wir sind nicht auf die Einnahmen angewiesen, wichtig wäre uns jedoch eine baldige, ganzjährige Öffnung. Interessierte sollten sich dringend melden.“<BR /><BR />Norbert Schöpf, der vor Klotz jahrzehntelang für die Pawigler im Lananer Gemeinderat saß, unterstreicht die Wichtigkeit eines niedrigen Pachtzinses. „Auf der anderen Seite kann die Gemeinde beim Land um finanzielle Unterstützung für ihr Dorfgasthaus ansuchen“, sagt Schöpf, der sich in seiner Amtszeit für den Erhalt und Neubau des „Pawigler Wirts“ eingesetzt hat. <BR /><BR />„Uns Pawiglern fehlt leider der wichtigste soziale Treffpunkt, der auch für Versammlungen genutzt werden könnte“, betont er. Interessant sei, dass der Pächter oder die Pächterin den Parkplatz auch für Feste nutzen könnte. „Es ist alles vorhanden, was man braucht“, weiß der Ex-Gemeindereferent.<BR /><BR /><b>Feriengäste bedauern Gasthausschließung</b><BR /><BR />„Unsere Feriengäste bedauern es sehr, dass das Gasthaus geschlossen ist“, betont Josef Klotz, der am Stuberhof Urlaub auf dem Bauernhof anbietet. „Denn für sie macht es natürlich einen großen Unterschied, ob sie in Pawigl essen können oder dafür nach Lana oder St. Pankraz fahren müssen. Als der ‚Pawigler Wirt‘ noch geöffnet war, gingen viele zu Fuß hin – was für sie abends immer ein besonderes Erlebnis war.“ Zudem gibt es auch am Buchrasthof Urlaub auf dem Bauernhof. „Ein offenes Gasthaus wäre für beide Betriebe von großer Bedeutung“, betont er. <BR /><BR />Und was sagt Ella Stauder zur Situation in Pawigl? „Vor etwa zehn Jahren bin ich von Lana nach Pawigl gezogen. Gerade abseits vom Zentrum bräuchte es ein offenes Gasthaus als Treffpunkt für alle Generationen. Sollte unser ‚Wirt‘ aber geschlossen bleiben, was ich nicht hoffe, gehen Gemeinschaft und Zusammenhalt verloren. Und eine Wiedereröffnung würde auch die Lebensqualität spürbar steigern.“ <BR /><BR />Wenn es nach Josef und Hildegard Winkler vom Wieserhof ginge, würde im „Pawigler Wirt“ bald wieder Leben einkehren. „Wir bauen Kräuter an und bieten Führungen an“, erklärt Hildegard Winkler. Für die Hofbesucher wäre ein offenes Gasthaus wichtig, da viele den Wunsch hätten, danach einzukehren.<BR /><BR /> „Und wir bieten auch Schule auf dem Bauernhof an. Die Kinder bekommen zwar eine kleine Jause, aber wenn die Eltern unser Angebot besichtigen, möchten sie danach irgendwo essen“, ergänzt Josef Winkler. Das Ehepaar betont, dass ein geöffnetes Gasthaus eine große Aufwertung für Pawigl und von zentraler Bedeutung für die gesamte Dorfgemeinschaft wäre.