Montag, 12. Februar 2018

Oppositionspartei boykottiert umstrittene Wahl in Venezuela

Die venezolanische Oppositionspartei Causa Radical will sich an der umstrittenen Präsidentenwahl nicht mit einem eigenen Kandidaten beteiligen. „Unser Kandidat Andres Velasquez wird bei dieser Simulation einer Wahl nicht mitmachen“, teilte die linke Partei am Montag mit. „Wir werden diese Farce nicht anerkennen.“

Zahlreiche Regierungsgegner sind entweder von der Wahl ausgeschlossen, in Haft oder ins Ausland geflohen.
Zahlreiche Regierungsgegner sind entweder von der Wahl ausgeschlossen, in Haft oder ins Ausland geflohen. - Foto: © APA/AFP

Der sozialistische Präsident Nicolas Maduro will sich bei der Abstimmung im Amt bestätigen lassen. Regierungsgegner, zahlreiche Staaten und internationale Organisationen befürchten, dass die Wahl am 22. April nicht frei und fair ablaufen wird.

Obwohl viele Venezolaner unzufrieden mit der Regierung sind, droht der Opposition eine schwere Niederlage. Das wichtigste Oppositionsbündnis MUD ist nicht zugelassen. Zahlreiche Regierungsgegner sind entweder von der Wahl ausgeschlossen, in Haft oder ins Ausland geflohen.

Nach Einschätzung von Beobachtern baut Maduro ein autoritäres System in Venezuela auf. Zudem leidet das ölreichste Land der Welt wegen Devisenmangels und Hyperinflation unter einer schweren Versorgungskrise. „Das venezolanische Volk sehnt einen politischen Wechsel herbei“, hieß es in der Stellungnahme von Causa Radical. „Es leidet nicht nur unter der Unterdrückung durch eine kriminelle Diktatur, sondern ist auch Opfer einer humanitären Krise.“

apa/dpa

stol