Dienstag, 09. August 2016

ORF-Intendant Alexander Wrabetz bleibt für weitere fünf Jahre im Amt

Der langjährige Intendant des Österreichischen Rundfunks wird den Sender weitere fünf Jahre leiten. Das oberste ORF-Gremium hat sich am Dienstag mit Mehrheit für den 56-jährigen Wiener entschieden.

Am Dienstag fand die Wahl zum ORF-Intendanten statt.
Am Dienstag fand die Wahl zum ORF-Intendanten statt.

Alexander Wrabetz, der den Sozialdemokraten der SPÖ nahesteht, ist seit zehn Jahren im Amt. Er setzte sich gegen Richard Grasl, den kaufmännischen Direktor des ORF, durch. Der 43-Jährige wird der konservativen Volkspartei ÖVP zugerechnet.

Wrabetz erhielt für seine Zukunftspläne für den ORF 18 Stimmen des 35-köpfigen Stiftungsrats. Dessen Mitglieder werden unter anderem von der Regierung, den Parteien und den Bundesländern bestellt.

Besetzung gilt als Politikum

Die Besetzung des Chef-Postens gilt als politisch brisant. SPÖ und ÖVP ringen stets darum, ihnen nahestehende Kandidaten ins Amt zu hieven.

Der ORF hat mit seinen TV- und Radioprogrammen eine dominante Rolle in Österreich. Das Jahresbudget liegt bei knapp einer Milliarde Euro. Das Unternehmen hat fast 4000 Mitarbeiter.

Unterschiedliche politische Stellungnahmen

Die Wiederwahl wurde von der SPÖ begrüßt, die ÖVP kommentierte die Wahl hingegen zurückhaltend. Die FPÖ kritisierte die Entscheidung hingegen scharf, man hätte die Chance für einen Neubeginn vertan, meinte der Freiheitliche Generalsekretär Herbert Kickl.

dpa

stol