Sonntag, 06. März 2016

Organisation Amerikanischer Staaten besorgt über Lage in Venezuela

Wegen der schweren Versorgungskrise und des aggressiven Vorgehens gegen Regierungsgegner sorgt sich die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) um die humanitäre Lage in Venezuela.

Foto: © LaPresse

„Was uns Sorgen bereitet, ist die Unsicherheit und Angst, unter der das Volk leidet, weil es an Medikamenten und Lebensmitteln mangelt“, sagte OAS-Generalsekretär Luis Almagro in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der chilenischen Zeitung „El Mercurio“.

Aufgrund von Devisenmangel und Misswirtschaft fehlt es in Venezuela immer wieder an Dingen des täglichen Bedarfs. Das erdölreichste Land der Welt leidet besonders stark an dem derzeit niedrigen Ölpreis.

Zudem kritisierte Almagro die aus seiner Sicht politisch motivierte Verurteilung des Oppositionsführers Leopoldo Lopez zu fast 14 Jahren Haft. „Einer Demokratie stehen politische Gefangene sehr schlecht zu Gesicht“, sagte der OAS-Chef.

Lopez war im vergangenen Jahr der Anstiftung zu Gewalt bei Protesten gegen die linksgerichtete Regierung für schuldig befunden worden. Internationale Organisationen und Regierungen auf der ganzen Welt verurteilten den Schuldspruch.

apa/dpa

stol