Mittwoch, 24. Juni 2015

"Ortsnamen sind keine Ware"

Cristian Kollmann, Toponomastikexperte der Süd-Tiroler Freiheit, appelliert an den Tourismusverein Innichen, die Bezeichnung „San Candido – Lienz“ als App für den Fahrradweg zwischen Innichen und Lienz in „Innichen – Lienz“ zu korrigieren.

Dieses Logo steht in der Kritik der Süd-Tiroler Freiheit
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Kollmann schreibt: „Es zeugt von Leichtfertigkeit und falsch verstandener politischer Korrektheit, wenn nicht nur die fremdsprachigen, sondern neuerdings sogar die deutschsprachigen Feriengäste ausschließlich mit italienischen bzw. pseudoitalienischen Orts- und Flurnamen nach Südtirol geködert und die deutschen Namen konsequent geleugnet werden.“ „Was will man mit dieser Strategie erreichen? Ist den Gästen der Name ‚Innichen‘ nicht zumutbar?“, fragt Kollmann.

Die Süd-Tiroler Freiheit hat im konkreten Fall eine Anfrage im Landtag eingereicht. Aus der Antwort des Landeshauptmanns geht unter anderem hervor, dass es grundsätzlich nicht im Interesse der Landesregierung ist, wenn der deutschen Bevölkerung die deutschen Ortsnamen vorenthalten werden.

Abschließend hält Kollmann fest: „Unsere Orts- und Flurnamen sind, wie die übrigen Traditionen, Teil der Kultur. Sie gehören der Allgemeinheit und sind nicht als Ware zu betrachten, die von den Touristikern beliebig und aus einem falschen Selbstverständlichkeitsdenken heraus marktspezifisch angepasst werden darf. Südtirols Tourismusvereine sollten sich dies endlich zu Herzen nehmen, statt der Altoatesinisierung ständig Vorschub zu leisten!“

Süd-Tiroler Freiheit, Bozen

stol