Donnerstag, 07. April 2016

OSZE-Missionschef besorgt über zunehmende Gewalt in Ostukraine

Die Waffenruhe im Konfliktgebiet Ostukraine ist nach Angaben der OSZE so brüchig wie seit einem halben Jahr nicht mehr.

Foto: © APA/AP

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) stelle in der Unruheregion derzeit die meisten Verstöße seit September 2015 fest, sagte der Chef der OSZE-Beobachtermission, Ertugrul Apakan, am Donnerstag in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. „Wir rufen alle Seiten auf, die Verpflichtungen zu beachten und dabei insbesondere eine beständige Waffenruhe einzuhalten“, appellierte er.

Besonders besorgniserregend sei der „extrem hohe“ Einsatz von schweren Waffen und Mörsern. Die Lage entlang der Frontlinie sei „inakzeptabel“, betonte Apakan. Dabei werden auch Reparaturarbeiten für die zerstörte Infrastruktur behindert, die notwendig seien für eine Wiederherstellung des normalen Lebens der Menschen.

Ukrainische Regierungseinheiten und prorussische Separatisten bekämpfen sich seit Frühjahr 2014 in den Gebieten Donezk und Luhansk. Mehr als 9000 Menschen kamen dabei bisher ums Leben. Das Umsetzen eines Friedensplans unter OSZE-Überwachung stockt seit Monaten.

dpa

stol