Montag, 21. September 2020

108-jährige Italienerin beteiligt sich an Referendum

In der Kleinstadt Citta di Castello in der mittelitalienischen Region Umbrien hat sich am Montag auch eine 108-jährige Wählerin, Luisa Zappitelli, am Referendum über die Reform zur Reduzierung der Parlamentarierzahl in Italien beteiligt. Die 1911 geborene Frau, die die spanische Grippe und 2 Weltkriege überlebt hat, hat seit 1946 keine Wahl in Italien versäumt.

Auch mit 108 Jahren hat sich Luisa Zappitelli noch an der Wahl beteiligt.
Auch mit 108 Jahren hat sich Luisa Zappitelli noch an der Wahl beteiligt. - Foto: © ANSA
Erstmals wählte Zappitelli am 2. Juni 1946, als die Italiener zwischen Republik und Monarchie entschieden. Es war die erste Wahl, an der auch Frauen in Italien teilnehmen durften.

„Oma Lisa“, wie sie in der Kleinstadt von ihren Mitbürgern genannt wird, gab am Montag ihren Stimmzettel in einem Wahllokal im Viertel San Pio ihrer Heimatstadt ab. Begleitet wurde sie von ihren Kindern Anna und Dario.


Zappitelli rief die Italiener auf, sich am Referendum zu beteiligen. „Als ich jung war, durften Frauen nicht wählen. Sobald wir dieses Recht errungen haben, sind meine Freundinnen und ich zum Wahllokal gestürzt, um wählen zu können. Seitdem habe ich immer gewählt“, so die 108-Jährige.

Bei dem Referendum geht es um die Bestätigung einer vom Parlament beschlossenen Reform zur Verkleinerung des Parlaments. Damit soll die Zahl der Parlamentarier von 945 auf 600 reduziert werden. Mit einem Ergebnis der Volksabstimmung, zu der 51 Millionen Italiener aufgerufen sind, wird am Montagabend gerechnet.

apa

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