Donnerstag, 05. November 2015

38.000 Euro teure Klassenfahrt sorgt für Diskussionen

Sie fuhren nach New York zum Englisch-Leistungskurs. Nach der 38.000 Euro teuren Klassenfahrt zieht der Schulleiter eines Berliner Gymnasiums nun Konsequenzen. Zwar hatte er die Fahrt selbst genehmigt, er will in Zukunft aber davon absehen.

38.000 Euro wurde für den Englisch-Leistungs in New York für 15 Schüler ausgegeben.
38.000 Euro wurde für den Englisch-Leistungs in New York für 15 Schüler ausgegeben. - Foto: © APA/EPA

Das Geld für die Klassenfahrt von 15 Schülern war aus dem Bildungs- und Teilhabepaket gekommen, mit dem Schüler aus Familien mit geringem Einkommen unterstützt werden. Alle Jugendliche des Englisch-Leistungskurses erfüllten dem Rektor zufolge die Förder-Voraussetzungen erfüllt. Höchstgrenzen gibt es in Berlin nicht.

„Eine derart teure Fahrt wird es an dieser Schule in den kommenden 20 Jahren sicher nicht mehr geben“, sagte Rainer Völkel, Rektor der Robert-Koch-Schule, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Dafür seien allerdings keine besonderen Maßregelungen nötig. „Die Diskussion ist auch im Lehrerzimmer so heftig, dass ich da keine Verbote erlassen muss.“

Er selbst werde so eine Reise nicht mehr genehmigen. Die Kritik an ihm sieht Völkel allerdings gelassen. „Ich erhalte Mails im Verhältnis 5:1. Fünf machen mich nieder, eine lobt mich.“ Diese Nachrichten nehme er zur Kenntnis, sagte der Rektor – ohne Aufregung in der Stimme.

dpa

stol