85,56 Millionen Euro soll das Kulturgüterdepot kosten, mit dem Stahlbau Pichler ans Land herangetreten ist. Gebaut wird es in Neumarkt. Vom Land sollen 41 Millionen Euro am Start kommen, dann weitere 6,7 Millionen Euro pro Jahr für Investition und Führung auf 23 Jahre.<BR /><BR />„Der Wunsch ging von uns aus“, sagt die Direktorin der Landesmuseen, Angelika Fleckinger. Die 10 Landesmuseen seien fast ausnahmslos in historischen Gebäuden untergebracht. „Und dementsprechend schauen die Depots aus“, so Fleckinger. <BR /><BR />Kein idealer Zustand für botanische, zoologische, volkskundliche, archäologische Artefakte, aber auch Bilder und Statuen. 2022 startete eine öffentliche Bekanntmachung, um Vorschläge für eine öffentlich-private Partnerschaft (PPP) einzuholen.<h3> Schweigen ist angesagt</h3>Seither hängt der Mantel des Schweigens über dem Kulturgüterdepot. Weil PPP-Projekte konstant für Polemik sorgten, erließ die Politik einen Maulkorberlass. Geredet darf erst werden, wenn sie die Regierung für einen Vorschlag ausgesprochen hat. „Dies wird bald der Fall sein, die Prüfung ist abgeschlossen“, sagt Landesrat Christian Bianchi.<BR /><BR />Laut PPP-Projekt soll Südtirols neue Schatzkammer auf dem Areal Ex-Züst Ambrosetti in Vill bei Neumarkt entstehen. Es befindet sich im Besitz von Stahlbau Pichler, der als Promotor aufscheint. Kostenpunkt für den Bau, der laut Aufruf mindestens 13.000 Quadratmeter Depotfläche plus 6.000 Quadratmeter für Konservierung, Restaurierung, Forschung, Ausstellungen, Verwaltung und Bistro umfassen muss: 85,56 Millionen Euro. Das Land stemmt 41 Millionen Euro für den Bau, den Rest der Eigentümer.<h3> 6,7 Millionen Euro pro Jahr auf über zwei Jahrzehnte</h3> Separat wird die Dienstleistung abgehandelt. Für Führung und Investitionen auf 23 Jahre macht das Land weitere 6,7 Millionen Euro im Jahr auf 23 Jahre locker. Hochgerechnet sind das 154 Millionen Euro. Trotzdem kamen die Dienststellen zum Schluss, dass das Land 15 Millionen Euro spart. Zudem sei das Restrisiko bei komplexen Anlagen, die perfektes Raumklima garantieren, so hoch, dass man es besser Privaten überlässt“, heißt es.<BR /><BR /> Nach dem Beschluss der Landesregierung erfolgt ein Wettbewerb. Immer für den Standort Neumarkt können andere Interessenten mitbieten. Noch sieht der Staat bei PPP-Projekten ein Vorzugsrecht für den Promotor vor, der mit jedem anderen Angebot gleichziehen kann. Baustart soll im Herbst 2026 sein. Auf Antrag von Landesrat Achammer wurden im Nachtragshaushalt ab 2027 die ersten 3,7 Millionen Euro vorgesehen.