Samstag, 12. September 2015

878 Tage im All: Padalka hält neuen Rekord

Ganze 878 Tage seines Lebens verbrachte der Russe Gennadi Padalka im All und hält damit einen neuen Rekord. Zusammen mit dem Dänen Andreas Mogensen und dem Kasachen Aidyn Aimbetow ist er gegen 2.52 Uhr MESZ (6.52 Uhr Ortszeit) von der Internationalen Raumstation ISS auf die Erde zurückgekehrt.

Gennadi Padalka.
Gennadi Padalka. - Foto: © APA/EPA

In einer russischen Sojus-Kapsel landeten die drei ISS-Besatzungsmitglieder in der früheren Sowjetrepublik Kasachstan, wie die Europäische Weltraumbehörde (ESA) in der Nacht auf Samstag mitteilte. Etwa 200 Rettungskräfte überwachten in der zentralasiatischen Steppe die Rückkehr der Raumfahrer.

Gennadi Padalka hält nach seiner Landung nun auch den Rekord für die längste Aufenthaltsdauer im Kosmos. Dazu benötigte der 57-Jährige insgesamt fünf Raumflüge. Bei der nun beendeten Mission arbeitete der Russe seit Ende März auf der Raumstation rund 400 Kilometer über der Erde.

Der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Igor Komarow, gratulierte Padalka am Landeort rund 146 Kilometer südöstlich der Stadt Scheskasgan. Der Kosmonaut überbietet den bisherigen Rekordhalter Sergej Krikaljow um 75 Tage.

Legofiguren und Stutenmilch im All 

Mogensen und Aimbetow verbrachten nur jeweils zehn Tage auf dem Außenposten der Menschheit. Mogensen brachte dabei unter anderem Lego-Spielfiguren zur ISS. In einem spektakulären wissenschaftlichen Versuch schaffte es der erste Däne im Weltall zudem, von der Raumstation aus einen Roboter auf der Erde zu bewegen.

Der Kasache Aimbetow brachte Spezialitäten seiner Heimat zur ISS, darunter Stutenmilch. In dem fliegenden Labor arbeiten nun noch sechs Raumfahrer: drei Russen, zwei US-Amerikaner und ein Japaner.

apa/dpa/stol 

stol