Als rechte Hand von Bischof Ivo Muser kennt man ihn im ganzen Land: Die Rede ist von Bischofssekretär Michael Horrer, der sich derzeit in seiner Funktion als Vorsitzender des Vereins der Krippenfreunde Südtirols in der wohl schönsten Zeit des Jahres befindet. „Das Bauen einer Krippe und das Aufstellen Jahr für Jahr sind besondere Erlebnisse“, sagt der Schlanderser. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="976996_image" /></div> <BR />Mittwochs hat der 39-Jährige seinen freien Tag: Bereits am Vorabend fährt er nach Schlanders, um in seinem Heimathaus im Franziskus-Viertel zu übernachten, um Dinge zu erledigen, beispielsweise um Sirupe und Marmeladen zu zaubern oder im Garten zu arbeiten, oder auch um Angehörige, Verwandte und Bekannte zu besuchen. „Zuhause kann ich mich erholen“, verrät er. „Abends geht es dann wieder nach Bozen.“<h3> Werkstatt im Heimathaus</h3>Natürlich ist der Bischofssekretär mittwochs oft auch in der kleinen Werkstatt im Keller seines Heimathauses mit dem Bauen, Erweitern und Reparieren von Krippen beschäftigt. Immer wieder kauft er für seine alpenländische Krippe in seiner Wohnung im bischöflichen Haus Figuren dazu. „Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wie viele Figuren ich schon habe, denn erst kürzlich habe ich wieder einige dazugekauft“, weiß Horrer. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="976999_image" /></div> <BR />Auch als Chef der Krippenfreunde ist er unterwegs, um mit den „Krippelern“, wie man die Krippenfreunde nennt, in Kontakt zu sein: beispielsweise bei Versammlungen, Jubiläumsfeiern und Ausstellungen. Und er besucht auch Krippenbaukurse. „Dort werden beeindruckende Krippen gebaut“, schwärmt er. „Von vielen Krippenbauern kann ich noch sehr viel lernen.“<h3> Freude am Kochen,aber zu wenig Zeit dafür</h3>In der Advents- und Fastenzeit baut Michael Horrer seine Krippen auf – seine Weihnachts- bzw. Fastenkrippen. „Schon als ich ein Bub war, hat mich die Krippe fasziniert“, erinnert sich der Schlanderser. <BR /><BR />Und Bischof Musers rechte Hand isst nicht nur gerne, sondern steht bei Bedarf auch am Herd: „Solange meine Mutter gelebt hat, habe ich mittwochs meistens gekocht, als ich in Schlanders war“, sagt Horrer. „In Bozen komme ich fast nie dazu. Im bischöflichen Haushalt haben wir eine Haushälterin, also setzen wir uns an den gedeckten Tisch. Aber wenn sie einmal nicht da sein sollte, kann es sein, dass ich koche.“<BR /><BR /> Sportler ist Michael Horrer keiner, gemütliche Wanderungen mit einer Einkehr dürfen aber nicht fehlen, vor allem in der Gegend rund um Schlanders. „Bei Wanderungen kann ich abschalten, und wenn ich unterwegs sind, finde ich oft im Wald auch etwas für den Krippenbau“, erzählt er. „Wurzeln und auch andere Naturmaterialien kann ich gut gebrauchen.“<h3> Musik in den Genen</h3>Darüber hinaus sammelt er bei seinen Wanderungen ausgewählte Kräuter, um seinen Bergkräuterschnaps anzusetzen, der bei Erkältungen und anderen Wehwehchen wahre Wunder bewirken kann. Natürlich hat Michael Horrer auch die eine oder andere Bergspitze bezwungen. „Für extreme Touren bin ich aber nicht zu haben“, sagt er.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="977002_image" /></div> <BR />Die Musik liegt bei der Familie Horrer in den Genen: Deshalb hat Michael Horrer das Spiel auf dem Waldhorn gelernt – und über Jahre spielte der Geistliche auch in der Bürgerkapelle Schlanders mit. „Ich glaube, dass ich noch als passives Mitglied aufscheine, aber mitspielen kann ich leider nicht mehr, dafür fehlt mir die Zeit, vor allem für den Probenbesuch“, sagt der Privatsekretär. <BR /><BR />Wenn er aber irgendwo im Land mit dem Bischof unterwegs ist und eine Musikkapelle aufspielt, kann es sein, dass er einem Hornisten eine Pause ermöglicht, weil er mitspielt. Ein Beispiel dafür war Ende Oktober 2022 nach der Benediktion von Äbtissin Sr. Benedikta Gurschler im Mariengarten in St. Pauls, als sich der 39-Jährige unter die Musikanten der Bürgerkapelle Eppan gemischt hat. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="977005_image" /></div> <BR />Weiters spielt Horrer auch auf der Steirischen Ziehharmonika. „Ich habe 2 Jahre lang auch gelernt, wie man Kirchenorgel spielt“, erzählt er. „Und Singen tue ich auch gerne.“ <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="977008_image" /></div> <BR />Horrer war früher auch Laienschauspieler. Dafür hat er keine Zeit mehr, außer meistens an einem Tag im Jahr: Auch heuer setzte er am 6. Dezember die Mitra auf. Er war verkleidet als Bischof unterwegs, als Bischof Nikolaus machte er bei Hausbesuchen in Schlanders wieder eine gute Figur. <BR /><BR /><embed id="dtext86-62677532_listbox" />