Das Vermögen der Inderin wird vom Wirtschaftsmagazin „Forbes“ auf 700 Millionen Euro geschätzt (zum Vergleich: König Charles III., 73, verfügt über ein Privatvermögen von etwa 600 Millionen Euro). Doch wer ist die neue First Lady, und wie kam sie zu ihrem Reichtum?<BR /><BR /><BR />Akshata Murthy wurde 1980 in Indien in bescheidene Verhältnisse hineingeboren. Mutter Sudha (72) arbeitete als erste Ingenieurin für Indiens Autokonzern Tata, Vater Narayana (76) war Chef-Systemprogrammierer beim Indian Institute of Management Ahmedabad, einer Wirtschaftshochschule in Ahmedabad (Bundesstaat Gujarat). Beide Elternteile verfolgten mit Ehrgeiz ihre Karrieren, und so wuchsen Akshata und ihr Bruder Rohan (39) zunächst bei den Großeltern in der Stadt Hubli auf. <h3> Vater Murthy: Vom Tüftler zum Techno-Milliardär</h3>Ausgestattet mit einem Startkapital von 1000 Dollar gründete Narayana Murthy 1981 mit 5 Freunden das Softwareunternehmen Infosys. Die Geschäftsidee: Infosys-Programmierer sollten kostengünstige Software für westliche Großkonzerne schreiben. Die Firma wurde unglaublich erfolgreich. Heute beschäftigt das Infosys-Imperium weltweit über 276.000 Mitarbeiter. Narayana blieb bis 2002 Vorstandsvorsitzender der Firma, und im Laufe der Zeit wurde aus dem ehemaligen Dorflehrer-Sohn der sechstreichste Mann seiner Heimat. Der Selfmade-Milliardär gilt heute als indischer Bill Gates (67).<BR /><BR />Als es die finanzielle Situation zuließ, holten Sudha und Narayana ihre Kinder zu sich. Priorität hatte zu Hause die Ausbildung. Laut ihrem Vater gab es keinen Fernseher. Um Zeit zu schaffen fürs „Lernen, Lesen, für Diskussionen und Freunde“. Auch Taschengeld erhielten Tochter und Sohn angeblich nur wenig.<BR /><BR />Nach den Schulen in Bengalore ging Akshata nach Kalifornien. Sie studierte zunächst am privaten Claremont McKenna College Wirtschaft und Französisch, später besuchte sie das Fashion Institute of Design and Merchandising in Los Angeles. Ihr Masterstudium absolvierte sie an der renommierten Elite-Uni Stanford. Dort lernte sie ihren späteren Ehemann, den indischstämmigen Briten Rishi Sunak, kennen und lieben. <BR /><BR />Das Paar heiratete 2009 in Bengalore. Zu dem 2-tägigen Fest waren etwa 1000 Gäste geladen. 4 Jahre lang lebten die Sunaks in Indien, dann zogen sie nach Großbritannien. Mit den beiden Töchtern Anoushka (9) und Krishna (11) lebte das Paar im schicken Londoner Stadtteil Kensington (hier steht auch der Kensington Palace, Domizil vieler Mitglieder der Königsfamilie) und auf einem Herrensitz in Yorkshire, Kirby Sigston Manor. In der britischen Klatschpresse werden die beiden auch als die „Maharadschas von Yorkshire“ bezeichnet. <BR /><BR />In einem Interview mit der „Times“ im vergangenen August gab Sunak Einblick in seine Ehe. Er und Akshata würden wie Pech und Schwefel zusammenhalten, sagte er. Aber: Einen großen Unterschied gebe es bei der Hausarbeit. „Ich bin unglaublich ordentlich, sie ist sehr unordentlich“, meinte er. „Ich bin viel organisierter, sie ist spontaner. Sie wird mich nicht dafür lieben, dass ich das sage, aber ich will ehrlich sein, sie hat es nicht so mit dem Aufräumen ... überall Kleider ... und Schuhe ... oh Gott, Schuhe“, so der Politiker.<h3> IT, Mode und Restaurants machen Akshata superreich</h3>Ihren Reichtum hat Akshata Murthy zum einen ihrem Anteil von 0,93 Prozent an dem IT-Unternehmen Infosys zu verdanken. Darüber hinaus betreibt sie ihr eigenes Modelabel „Akshata Designs“ und bringt ihre Expertise in der Finanzbranche als Direktorin einer 2010 von ihrem Vater gegründeten Risikokapitalfirma ein. Sie wird auch als Direktorin der Kapital- und Private-Equity-Firma Catamaran Ventures geführt. Ebenso besitzt die Geschäftsfrau Anteile an Jamie Olivers (47) Restaurantunternehmen, an der Schnellrestaurant-Kette Wendy’s sowie an der Bekleidungsfirma Koro Kids und ist Direktorin von Digme Fitness. <BR /><BR />Der Reichtum der Eheleute wird in Großbritannien kontrovers diskutiert. Im April wurde bekannt, dass Murthy in Großbritannien den Status einer „nicht ansässigen Person“ beansprucht, um so mutmaßlich Steuerzahlungen auf ihre internationalen Einkünfte zu vermeiden. Inzwischen zahlt sie die Steuern freiwillig.