Sonntag, 02. Oktober 2016

Alec Baldwin macht den Trump - und brilliert

Der US-Schauspieler Alec Baldwin („30 Rock“, „To Rome with Love“) gesellt sich zur Riege der erfolgreichen Imitatoren Donald Trumps. Mit der Komikerin Kate McKinnon als Hillary Clinton lieferte sich der 58-Jährige in der NBC-Sendung „Saturday Night Live“ am Wochenende eine Comedy-Version des ersten TV-Duells der Präsidentschaftskandidaten.

Einfach herrlich: Der Schauspieler Alec Baldwin als Präsidentschafts-Kandidat Donald Trump. Foto: Screenshot/NBC
Einfach herrlich: Der Schauspieler Alec Baldwin als Präsidentschafts-Kandidat Donald Trump. Foto: Screenshot/NBC

Mit blonder Tolle, gespitztem Mund und schnaubenden Zwischenrufen war Baldwin kaum vom Original zu unterscheiden. Auch die zur Stammbesetzung der Show gehörende McKinnon lieferte eine überzeugende Clinton, die mit großen Augen die Einlassungen ihres Debatten-Gegners verfolgte und sich über dessen verbale Eigentore freute.

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Einige Höhepunkte:

  • Trump (Baldwin) kündigt bei seiner Vorstellung an, er würde ganz ruhig bleiben, ganz "präsidentenhaft" - und fällt schon im nächsten Satz wieder in den verbalen Saustall.
  • Bereits kurz nach Beginn erklärt der falsche Trump die Debatte für beendet und sich selbst zum Sieger. Bevor er den Saal verlassen kann, erinnert ihn der Moderator, dass dies eine 90-minütige Debatte sei. Darauf hin meint "Trump": "Mein Mirko ist kaputt. Sie (Clinton) hat es kaputt gemacht. Sie und Obama haben mein Mikro gestohlen und nach Kenia gebracht. Dann haben sie es kaputt gemacht und jetzt ist es kaputt."
  • Auch das Schniefen, das dem echten Trump bei der echten Debatte zum Verhängnis wurde, bring Alec Baldwin herrlich rüber.
  • Natürlich bekommt auch Hillary Clinton ihr Fett weg. So zeigt McKinnon überspitzt, wie Clinton vorgab, spontan zu sein, jedoch alles genau geplant war, und dass sie oft nicht ausreichend informiert ist. 
  • In ihrem Plädoyer sagt Clinton (McKinnon): "Hör zu Amerika. Ich weiß, ihr hasst mich. Ihr hasst meine Stimme und ihr hasst mein Gesicht. Tja, hier ein Tipp: Wenn ihr mein Gesicht nie mehr sehen wollt, dann wählt mich zur Präsidentin und ich verspreche euch, ich schließe mich 4 Jahre lang im Oval Office ein. Wählt ihr mich nicht, so werde ich immer weiter kandidieren, bis ich sterbe. Und ich werde niemals sterben."

Dies nur einige der lustigsten Episoden. Ein Angucken des Videos lohnt sich auf alle Fälle.

Trumps Optik, aggressive Rhetorik und zuweilen exzentrische Aussprache haben schon mehreren Stars eine perfekte Bühnenvorlage geboten. So schlüpfte schon mehrfach TV-Moderator Jimmy Fallon in die Trump-Rolle – unter anderem in einem Interview mit demselben.

Auch Oscar-Preisträgerin Meryl Streep lieferte in einer Aufführung eine Parodie des Republikaners.

dpa/stol

stol