Das habe etwas mit Kramp-Karrenbauers West-Lebenslauf zu tun, sagte Schwarzer. Auf die Frage, woran sie das bei der Politikerin festmache, verwies sie auf Aussagen in einem aktuellen „Emma“-Interview. „Aber auch daran, wie sie selber lebt, zum Beispiel, dass ihr Mann Hausmann war.“Die feministische Autorin Margarete Stokowski („Untenrum frei“) sagte in dem Doppelinterview, sie glaube, Kramp-Karrenbauer sei kein Fortschritt für den Feminismus. „Also wirklich nicht. Ich habe im Moment das eigenartige Gefühl, dass ich traurig sein werde, wenn Angela Merkel weg ist. Frau Kramp-Karrenbauer ist homofeindlich und sehr polemisch gegen alles, was Zweigeschlechtlichkeit in Frage stellt. Es bringt dem Feminismus nichts, wenn eine Frau an eine obere Position kommt und dann weiter frauen- oder minderheitenfeindliche Positionen vertritt.“ Kramp-Karrenbauer hatte sich mit Äußerungen zur Ehe für alle Kritik eingehandelt.dpa