Freitag, 16. August 2019

Alleine im Billigflieger: US-Amerikaner einziger Passagier

Einmal im Privatjet fliegen? Das wäre wohl der Traum vieler Flugpassagiere, die sich in die engen Sitze pressen und sich das Flugzeug mit zahlreichen anderen Reisenden teilen müssen. Ein US-Amerikaner hatte kürzlich das Glück, als einziger Passagier in einem Billigflieger, zu fliegen.

Ein US-Amerikaner konnte alleine im Billigflieger reisen und sich wie in einem Privatjet fühlen.
Ein US-Amerikaner konnte alleine im Billigflieger reisen und sich wie in einem Privatjet fühlen. - Foto: © shutterstock

Der US-Amerikaner Vincent Peone konnte neulich wohl seinen Augen nicht trauen: Wie die „Washington Post“ berichtet, buchte der Mann als einziger Passagier einen Flug von Aspen in Colorado nach Salt Lake City in Utah. Der 35-Jährige war als Erster am Gate angekommen und wartete, bis er in den Flieger einsteigen konnte. Eigentlich nichts Ungewöhnliches. Dass Peone allerdings auch der Letzte sein würde, der am Gate auf den Start wartet, damit hätte er wohl nicht gerechnet.

Gut eine Stunde lang konnte es sich der Fluggast in seinem „Privatjet“ gut gehen lassen, ehe die Landung in Salt Lake City erfolgte. Peone hat dieses einzigartige Erlebnis mit seiner Handykamera festgehalten und ein kurzes Video gedreht.

Personalisiertes Boarding und Pilotenhandschlag

Bereits beim Boarding wurde er mit persönlichen Namen aufgerufen, dann ging es für ihn übers Rollfeld hinein in den Billigflieger der Delta Airline. Der 35-Jährige filmte 2 Mitarbeiterinnen des Flughafens, die Gewichte ins Flugzeug transportierten, vermutlich, weil der Flieger sonst zu leicht gewesen wäre.

Natürlich standen vor Abflug auch die obligatorischen Sicherheitshinweise der Flugbegleiter auf dem Programm. Selbst der Stewardess sah man an, dass die exklusive Vorführung der Sicherheitsvorkehrungen Neuland für sie war.

Zu guter Letzt durfte natürlich der Handschlag mit den Kapitänen und die Besichtigung des Cockpits nicht fehlen.

Satte Kosten für die Airline

Warum der Flieger mit einem Passagier überhaupt abhob, ist fraglich. Peone berichtete gegenüber der „Washington Post“, dass eine Mitarbeiterin des Flugpersonals ihm erzählt habe, der Flug würde der Airline rund 30.000 Dollar, sprich rund 27.000 Euro kosten. Die einzige Erklärung, warum die Airline dennoch nach Salt Lake City flog ist, dass die Maschine dort gebraucht wurde und der Geldverlust noch größer gewesen wäre, hätte man den Flieger am Boden gelassen.

Nichtsdestotrotz konnte sich Vincent Peone, ein gewöhnlicher Fluggast, eine Stunde lang wie der König der Lüfte fühlen.

stol/jno

stol