Und das ganze kam bei den Menschen gut an- und so erhält der fleißige Bio-Bauer von seinen Kunden an Samstagvormittagen oft Dank und Anerkennung für seine ehrlich produzierten Produkte, und schrittweise erweiterte er sein Bio-Angebot.<BR /><BR />Neben Äpfeln und Wein werden am Larchhof in Terlan verschiedenste Obst- und Gemüsesorten biologisch angebaut. Zudem fördern ein Teich, Nistkästen, ökologische Nischen sowie Blühflächen die biologische Vielfalt. Der hofeigene Stroh-Mulch wird im Gemüse-Folientunnel zur Unkrautregulierung und zum Einsparen von Wasser verwendet. <BR /><BR /> Für seine großen Verdienste wurde der Larchhof kürzlich als einer von 3 neuen Bioland-Leitbetrieben in Südtirol ausgezeichnet.<BR /><BR />Eigentümer Franz Mair bekam die biologische Arbeitsweise bereits in die Wiege gelegt. Schon sein Vater Josef war ein Pionier des Bio-Anbaus in Südtirol. Ende der 1980-er Jahre spürte Franz aus eigener Erfahrung, dass Bio-Bauern zuweilen auch kritisch gesehen werden: „Zu mickrig sind eure Bio-Äpfel,“ oder „Bäume mit Bio-Äpfeln sind oft voller Läuse“, war vereinzelt zu hören. <BR /><BR />Diese kritischen Stimmen ließen ihn aber nicht verzweifeln, sondern sie bestärkten ihn in seiner Überzeugung, den Weg der Familie konsequent im Sinne der Natur fortzusetzen. Das ganze hat sich durchgesetzt: 2021 wurde der Larchhof bereits Sieger des traditionellen Wiesenwettbewerbs des Südtiroler Apfelkonsortiums. <BR /><BR />Ausgezeichnet wurde dabei die Hofeinfahrt mit Insektenhotels, blühenden Pflanzen und hohen Bäumen. Lobend hervorgehoben wurde von der Bewertungskommission auch das Vorhandensein künstlicher Teiche, von Hecken und eines offenen Dachstuhls. <h3> Baut in Terlan über 30 Gemüsesorten an</h3>Mittlerweile baut Franz Mair am Larchhof über 30 Gemüsesorten an: Kartoffeln, Karotten, rote Beete, Sellerie, Kohl, Salate, Kürbis, Paprika, Zwiebel, Tomaten, Zucchini, Gurken - um nur einige zu nennen. Dazu hat er auch noch Aprikosen, Pflaumen, Pfirsiche, Nektarinen und Birnen.<BR /><BR />Franz Mair war schon immer gern im Freien und von der Landwirtschaft in all ihren Facetten begeistert. Er absolvierte die Landwirtschaftsausbildung in der Laimburg. Mit seinem Vater pflegte er die Bio-Apfelwiesen und -Weinberge in Terlan. Zudem hat die Familie einen Hof in Mölten.<BR /><BR />Um den Nährstoffkreislauf zu schließen, führt der Larchhof eine vorbildliche überbetriebliche Zusammenarbeit durch, indem der Mist vom Betrieb der Schwester in Mölten mit Gemüseabfällen und Stroh vom eigenen Terlaner Betrieb ausgetauscht werden. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="788870_image" /></div> <BR /><BR />Lob für diese nachhaltige Produktionsweise kommt von Bioland-Obmann Toni Riegler, wie er kürzlich betonte: „Wir müssen gerade in diesen schwierigen Zeiten, wo Krieg und die damit verbundene Verknappung von Rohstoffen uns in die Enge treiben, auf die nachhaltigen Richtlinien unserer Biolandwirtschaft bauen. Wir halten an Bio fest, weil wir an den Wert der ökologischen Kreislaufwirtschaft glauben und weil wir wissen, dass auf diese Weise hergestellte Lebensmittel nachhaltig und qualitätsvoll sind. Die Krise, wie wir sie jetzt erleben, offenbart, welche Abhängigkeiten entstehen, wenn Produktionskreisläufe nicht geschlossen sind.“