Badegäste die gerade am Strand feierten, machten am Samstag große Augen, als sie plötzlich von unzähligen Babyschildkröten umgeben waren. Die Touristen konnten ihren Augen kaum trauen und liefen aufgeregt und kreischend hin und her, um keinen Moment des Spektakels zu verpassen. Sie begaben sich auf die Suche nach dem Nest und entdeckten dieses schließlich unter dem Handtuch ihres Sohnes. Sie haben sich doch tatsächlich direkt auf die Grube gesetzt, in welcher die Schildkröteneier vergraben waren. Die Tierchen störte dies nicht großartig und machten sich eifrig auf dem Weg zum Wasser, was bei neugeborenen Schildkröten ein Instinktverhalten ist.Schildkrötennachwuchs will instinktiv in tiefere GewässerDenn wer das Wasser erreicht, wird schnell von den Wellen der See aufgenommen. Die Jungtiere paddeln dann über mehrere Tage und Hunderte von Kilometern in das Meer hinein, um in tiefere Gewässer zu gelangen.Schildkröten-Mütter legen ihre Eier meist in der Nacht ab, wenn die Dunkelheit die Tiere vor Angreifern schützt. Dafür ziehen sich die Tiere mit ihren großen Flossen auf dem Strand, wo kein Wasser mehr hinkommt. Dort graben sie eine etwa 30 bis 50 Zentimeter tiefe Grube in den Sand, in die sie die Eier legen. Dazu benötigen sie etwa acht Stunden. Schildkröte beim Schlüpfen. - Foto: ShutterstockTemperatur entscheidet über das Geschlecht des TieresDurch die Wärme der Sonne werden dann die Eier im Sand ausgebrütet. Nach 40 bis 60 Tagen, wenn die kleinen Schildkröten völlig entwickelt sind, brechen sie durch die Schale. Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius entstehen Weibchen, und wenn es kühler ist, schlüpfen Männchen aus den Eiern.stol