Donnerstag, 24. August 2017

Barbara Stöckl: „Jeder braucht Hygiene für die Seele“

„Was wirklich zählt: Ermutigungen für jeden Tag“: Ein Buch, das keine absoluten Wahrheiten offenbaren, sondern dabei helfen soll, sich im Leben wieder auf das Wichtige zu besinnen. So schildert es seine Autorin, Barbara Stöckl, im Gespräch mit STOL. Sie erzählt, wie sich Gesellschaft und Medien verändert haben, warum sich jeder eine eigene Meinung bilden sollte und auf welcher Seite des Mikros sie lieber sitzt.

Barbara Stöckl in Meran. - Foto: DLife
Barbara Stöckl in Meran. - Foto: DLife

„Ich weiß natürlich auch nicht, was ‚wirklich‘ zählt, aber ich habe eine Idee. Und diese Idee möchte ich meinen Lesern weitergeben“, erklärt die bekannte österreichische Fernsehmoderatorin Barbara Stöckl im Gespräch mit STOL. Sie war am Wochenende in Meran, um im Rahmen der Veranstaltung „Autoren in Meran“ ihr neuestes Buch vorzustellen.

Blick auf das Gute richten

„Immer wieder erzählen mir die Menschen, dass sie positive Nachrichten brauchen“, erzählt Stöckl in der Lounge des Hotels Aurora an der Passerpromenade. In einer Zeit, in der man über Fernsehen, Radio, Zeitungen und Online-Portalen von schlechten Nachrichten aus der ganzen Welt überhäuft wird, sei es wichtig, immer wieder den Blick auf das Gute zu richten.

„In der Informationsflut und auch Informationswut, in der wir heute leben, braucht man manchmal einfach Psychohygiene. Man braucht Hygiene für die Seele. Das gelingt, indem man gewisse Dinge bewusst weglässt und sich mit Dingen, die einem Gutes tun, umgibt. Das kann ein gutes Essen sein, eine heiße Badewanne, ein Spaziergang... es gibt ganz viele Sachen.“ 

Kleine Tipps für jeden Tag

Als Person in den Medien sei natürlich auch sie selbst gefährdet, sich von der Welle an Informationen mitreißen zu lassen. Deshalb versuche sie beispielsweise bewusst, ihr Handy nicht ins Schlafzimmer zu nehmen. „Gerade das Schlafzimmer sollte ein Ort sein, an dem nichts unangenehmes Platz hat, ein Ort, wo man ein gutes Buch liest oder Musik hört“, so Stöckl. Auch nimmt sie sich bewusst Zeit für Bewegung, für Entspannung, zum Abschalten.

Auch das Buch sei eigentlich aus dem Bedürfnis heraus entstanden, sich mal ein paar Sachen von der Seele zu schreiben. „Das ist für mich eine Art der Entspannung, ich schreibe mir Dinge, die mir passieren, gerne auf. Aus diesem Bedürfnis heraus entstanden viele Texte, und aus vielen Texten ist dann ein Buch entstanden.“

Auf der anderen Seite des Mikros

Es ist bereits das 4. Buch der TV-Moderatorin, die bereits seit Jahrzehnten das österreichische Fernsehen prägt. Außerdem moderiert sie immer noch mehrere Talkshows, darunter auch die Gesprächsrunde „.STÖCKL“, wo bis zu 4 Gäste aus unterschiedlichen Bereichen miteinander über verschiedene Themen sprechen.

Als Moderatorin ist sie es gewohnt, die Fragen zu stellen. Wie es für sie ist, mal am anderen Ende des Mikrophons zu sitzen, hat sie im Gespräch erzählt:

stol/liz

stol