Mittwoch, 04. Dezember 2019

Barbarazweige sollen zu Weihnachten blühen

Einem alten christlichen Brauch folgend werden am 4. Dezember, dem Gedenktag der Heiligen Barbara, Kirschzweige eingefrischt. Wenn diese Zweige 3 Wochen später, zu Weihnachten, Blüten tragen, gilt das als gutes Omen für die Familie.

Wenn Barbarazweige zu Weihnachten blühen, steht Glück und Freude ins Haus.
Wenn Barbarazweige zu Weihnachten blühen, steht Glück und Freude ins Haus. - Foto: © dpa-tmn / Franziska Gabbert

Die hl. Barbara lebte im 3. Jahrhundert in Nikomedien (heute Türkei). Nach einer Legende wollte ihr Vater sie mit aller Gewalt vom christlichen Glauben fernhalten, er ließ sie sogar in einen Turm einsperren. Trotzdem begeisterte sich Barbara für die Frohe Botschaft. Der Vater lieferte sie daraufhin den Behörden aus und ließ sie verhaften.



Auf dem Weg in das Gefängnis soll Barbara mit ihrem Gewand an einem Zweig hängen geblieben sein, sie stellte ihn in ein Gefäß mit Wasser; der Zweig blühte der Legende nach genau an dem Tag, an dem sie zum Tode verurteilt wurde.

Einem alten Brauch nach werden heutzutage am Gedenktag der Heiligen (4. Dezember) Zweige von Kirschbäumen geschnitten und in einer Vase in der Wohnung aufgestellt. Wenn sie bis zum Heiligen Abend blühen, bedeutet das, dass es in der Familie im kommenden Jahr eine Hochzeit gibt oder – wenn keine Jugend im Haus ist – Glück und Freude herrschen.

ds

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