Die Baukosten erhöhen sich mit der Entscheidung für einen Keller um gut 20 Prozent – eine Summe, die manche Bauherren einsparen müssen oder wollen. Doch der Verzicht hat auch Nachteile: Heizung oder Waschküche, die üblicherweise im Keller untergebracht werden, müssen dann im Wohnbereich Platz finden. Es gibt aber einen Kompromiss: Modulkeller, Minikeller, Technikbox oder Effektivkeller – kleine kompakte Betonboxen unter dem Haus.<BR /><BR />Sie sind eine Idee für Bauherren, die sich eigentlich aus Kostengründen für eine Bodenplatte entscheiden würden, aber doch sehen, dass ein Keller seine Vorteile hat und sei er noch so klein. <h3> Kleinere Grube, weniger Materialkosten</h3>Für solche kleinen Keller muss die Baugrube natürlich nicht so groß ausfallen wie für eine komplette Unterkellerung. Es genügen schon Gruben mit einer Fläche von etwa 6,50 mal 6,50 Metern. Das spart Kosten für Ausgrabung und Entsorgung des Bodens, auch braucht man weniger Material zum Verfüllen sowie für Dämmung und Abdichtung des Kellers. Insgesamt lassen sich im Verhältnis zu einem Vollkeller bis zu 50 Prozent der Kosten sparen.<BR /><BR />Da diese kleinen Modulkeller schon weitgehend industriell vorgefertigt sind, braucht die Montage eines kleinen Kellers auf der Baustelle meist nicht mehr als einen Tag. Danach wird wie bei einem Vollkeller die Betonbox nach oben hin fest mit der Bodenplatte verbunden. Ein zusätzliches Fundament für die Stahlbetonkonstruktion ist in der Regel nicht erforderlich.<BR /><BR />Diese Keller können an jedem beliebigen Platz unter dem Haus entstehen, praktischerweise schließt aber die Kellertreppe an die Erdgeschosstreppe an.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="833687_image" /></div> <h3> Auch nachträglicher Einbau</h3>Die Betonbox muss ja nicht unbedingt unter dem Haus ins Erdreich versenkt werden. Man kann sie an jeder passenden Stelle, zum Beispiel unter der Terrasse oder im Garten vergraben. Wichtig ist dabei, dass ein ordentlicher und sicherer Zugang geschaffen wird.<BR />Diese Lösung ist auch eine Option für Bauherren, die erst später eine Kellerbox anbauen wollen. Sie lässt sich jederzeit nachrüsten. Und der Garten sieht danach aus wie vorher, wenn erst Gras gewachsen ist.<h3> Einiges zum Bedenken</h3>Doch solche Modul- oder Effektivkeller sind nicht unumstritten. Manche Fachleute befürchten: Wenn das Gebäude nur zu einem Teil unterkellert ist, können sich Risse bilden, und der Bereich des Hauses, der keinen Keller hat, könnte sogar absinken. Außerdem: Wird auf den Keller verzichtet, lässt sich das später nicht mehr rückgängig machen.<BR /><BR />Für einen echten Keller spricht, dass er den Wert des Hauses erhöht und zusätzliche Wohnqualität bietet. Moderne Keller haben nichts mehr mit den dunklen, feuchten Räumen zu tun, in denen früher Kohlen und Kartoffeln gelagert wurden. Heute sind sie dicht, hell und sogar wärmegedämmt. Das eröffnet viele Nutzungsmöglichkeiten: zum Wohnen, als Fitnessstudio, Sauna, Hobby- oder Arbeitsraum.<BR /><BR />