Baron Sir Cosmo Duff-Gordon und seine Frau Lady Lucysaßen in einem Boot, in dem nur zwölf der 40 Plätze besetzt waren, davon sieben von Mitgliedern der Besatzung. Das brachte dem Paar später viel Häme und Kritik ein.In dem einen Monat nach dem Unglück in London aufgesetzten Schreiben bedankte sich Modeschöpferin Duff-Gordon bei einer New Yorker Bekannten für deren Anteilnahme. Sie fügte hinzu, wenn sie sehe, welcher Empfang ihr und ihrem Mann in London bereitet worden sei, „scheinen wir ganz und gar nicht richtig gehandelt zu haben, als wir uns retten ließen. Ist dies nicht erbärmlich?“Dem adligen Paar wurde vorgeworfen, die Besatzung bestochen zu haben, damit sie nicht noch weitere Passagiere rettet – nur 700 der rund 2.200 Menschen an Bord überlebten den Untergang. Eine Untersuchung des Unglücks ergab jedoch später, dass die Vorwürfe unbegründet waren.Das Auktionshaus RR Auction rechnet damit, dass der Brief bei der Versteigerung am 22. Jänner in Boston bis zu 6.000 Dollar (knapp 5.100 Euro) einbringen wird.