Dienstag, 13. Januar 2015

Brief von „Titanic“-Überlebender wird versteigert

Als das Luxus-Kreuzfahrtschiff nach dem Zusammenstoß mit einem Eisberg am 15. April 1912 im Atlantik sank, flohen Baron Sir Cosmo Duff-Gordon und seine Frau Lady Lucy in einem halb-leeren Rettungsboot. Der Brief der adeligen „Titanic“-Überlebenden wird am Donnerstag in einer Woche in den USA versteigert. In dem Schreiben empört sich diese über die Kritik an den Umständen ihrer Rettung.

Beim Untergang der Titatic überlebten nur 700 der 2200 Passagiere.
Beim Untergang der Titatic überlebten nur 700 der 2200 Passagiere. - Foto: © LaPresse

Baron Sir Cosmo Duff-Gordon und seine Frau Lady Lucysaßen in einem Boot, in dem nur zwölf der 40 Plätze besetzt waren, davon sieben von Mitgliedern der Besatzung. Das brachte dem Paar später viel Häme und Kritik ein.

In dem einen Monat nach dem Unglück in London aufgesetzten Schreiben bedankte sich Modeschöpferin Duff-Gordon bei einer New Yorker Bekannten für deren Anteilnahme. Sie fügte hinzu, wenn sie sehe, welcher Empfang ihr und ihrem Mann in London bereitet worden sei, „scheinen wir ganz und gar nicht richtig gehandelt zu haben, als wir uns retten ließen. Ist dies nicht erbärmlich?“

Dem adligen Paar wurde vorgeworfen, die Besatzung bestochen zu haben, damit sie nicht noch weitere Passagiere rettet – nur 700 der rund 2.200 Menschen an Bord überlebten den Untergang. Eine Untersuchung des Unglücks ergab jedoch später, dass die Vorwürfe unbegründet waren.

Das Auktionshaus RR Auction rechnet damit, dass der Brief bei der Versteigerung am 22. Jänner in Boston bis zu 6.000 Dollar (knapp 5.100 Euro) einbringen wird.

stol