Der Milchhof Brixen Brimi zählt rund 1000 Mitglieder. Sein Einzugsgebiet erstreckt sich von Terenten über das Unterpustertal bis Franzensfeste, über das Eisacktal samt Seitentälern sowie im Süden bis Kastelruth und Ritten.<BR /><BR />Da der Platz am Betriebsstandort knapp geworden ist, hat die Genossenschaft für eine Erweiterung bei der Gemeinde Vahrn eine Bauleitplanänderung beantragt. Diese wurde bereits genehmigt, am Dienstag stimmte der Gemeinderat auch dem abgeänderten Durchführungsplan zu.<BR /><BR />Dieser sieht, wie Bürgermeister Andreas Schatzer in der Sitzung erklärte, eine Erhöhung der Baudichte von 7 auf 12 Kubikmeter pro Quadratmeter sowie der Gebäudehöhe auf 26 Meter vor. Damit kann eine zusätzliche Kubatur im Ausmaß des Löwe Centers verbaut werden, so Schatzer.<BR /><BR />Zum Eisack hin wurde der Abstand mit 8 Meter festgelegt. Und es wurde die Möglichkeit geschaffen, 20 Prozent der Baumasse für Mitarbeiterunterkünfte, Kindertagesstätte mit 20 Plätzen, Mensa und Dienstwohnung zu verbauen, berichtete Schatzer.<h3> Nicht alles auf einen Schlag machbar</h3>Brimi-Geschäftsführer Martin Mair erklärte auf Anfrage, dass das Investitionsvolumen für das gesamte Vorhaben den finanziellen Rahmen der Genossenschaft sprengt und in einem ersten Schritt eine kleinere Projektvariante realisiert wird, die von den oben aufgezählten Einrichtungen nur ein Betriebsrestaurant vorsieht. Dieses könnte theoretisch, sollten die gesetzlichen Auflagen (wie die vorgeschriebenen Parkplätze) erfüllbar sein, auch für andere Betriebe rundum geöffnet werden. Die heutige Bar mit Geschäft „bleibt unberührt“. <BR /><BR />„Wir investieren, nicht weil wir wachsen wollen, sondern weil die heutige Käserei sanierungsbedürftig und auch sonst der Platz knapp ist“, schickte Mair voraus. <BR /><BR />Da die Produktion für einen Umbau nicht unterbrochen werden kann, ist laut Mair ein Neubau zwingend notwendig. Dieser wird Richtung Osten zum Eisack hin entstehen und eine neue Produktionshalle (Käserei), Aufenthaltsräume, Büros und im dritten Stock ein Restaurant mit Terrasse – „mit deutlich über 100 Sitzplätzen“ – beherbergen.<BR /><BR />„Wir werden in 3 Wochen das Projekt zur Genehmigung einreichen und im Jänner 2025 mit den Anpassungsarbeiten beginnen“, informierte Mair. Bestehende Infrastrukturen müssen für den Neubau verlegt, der Kühlturm versetzt werden. Mair beziffert die reine Bauzeit mit 2 Jahren. Ein weiteres Jahr wird für die Installation der Maschinen und Anlagen gebraucht, heutige sollen zum Teil erneuert werden. Ende 2027, Anfang 2028 dürfte dann die Produktion im Neubau erfolgen.<h3> „Das ist noch Zukunftsmusik“</h3>„Was dann mit dem alten Gebäudeteil passiert, ist noch Zukunftsmusik“, betont Mair, etwa ob weitere Produktionsräume oder Lagerhallen geschaffen werden. Im Durchführungsplan ist auch hierfür eine Aufstockung vorgesehen, mit Unterbringung einer Kita.<BR /><BR />Um sich kurzfristig etwas mehr Raum zu verschaffen, hat die Brimi laut Mair von der Obstgenossenschaft Melix für 15 Jahre eine Halle und Parkplätze angemietet, auch weil in der Bauphase eigene wegfallen werden.<BR /><BR />Im Oktober wird bei einer Mitgliederversammlung das Projekt vorgestellt.