Sonntag, 01. Juli 2018

Catwalk für alle: Berliner Modewoche beginnt

Bei insgesamt rund 200 Laufstegschauen, Modeevents und Messen zeigen renommierte Marken und junge, aufstrebende Designer ihre neuesten Kollektionen.

Auch heuer werden wir tausende Besucher bei der Berliner Modewoche erwartet.
Auch heuer werden wir tausende Besucher bei der Berliner Modewoche erwartet. - Foto: © APA/AFP

Vor allem die Mercedes-Benz Fashion Week, als Herzstück der Modewoche einst im noblen Zelt am Brandenburger Tor, will sich nach einem Veranstalterwechsel im vergangenen Jahr stärker für die Endverbraucher öffnen. Vor dem neuen Veranstaltungsort, dem denkmalgeschützten E-Werk in Berlin-Mitte, soll sogar eine Art Fanmeile mit Public Viewing entstehen.

„Die Konsumenten sind heute ja viel besser informiert als früher. Und deshalb wollen wir zeitgemäß reagieren und ihnen die Möglichkeit geben, zeitgleich mit der Branche von den aktuellen Trends und Looks zu erfahren“, sagte Marcus Kurz, der mit seiner Agentur Nowadays für den neuen Auftritt verantwortlich zeichnet. „Ich glaube, dass Berlin da eine Vorreiterrolle auch für andere Modewochen übernehmen kann.“

Namhafte Designer und Labels dabei 

Nach einem abgespeckten Programm im Jänner nutzen diesmal 16 Labels den kostenpflichtigen Auftritt auf dem Catwalk des ehemaligen Umspannwerks. Mit dabei sind bekannte Namen wie Guido Maria Kretschmer („Shopping Queen“), Marina Hoermanseder, Lena Hoschek oder Irene Luft und Brands wie Riani, Maison Common und Sportalm Kitzbühel.

Neben dieser eher kommerziell orientierten Plattform gibt es seit 2015 den Berliner Salon, der auf Mode made in Deutschland und vielversprechende Nachwuchstalente setzt. Im historischen Kronprinzenpalais an der Prachtstraße Unter den Linden stellen Talente wie Dawid Tomaszewski, Odeeh und William Fan ihre Entwürfe vor.

Ziel: Förderung der deutschen Mode

Erstmals hat der Fashion Council Germany, eine 2015 gegründete Interessenvertretung der Branche, die offizielle Kalenderführung für die Gesamtveranstaltung übernommen. „Unser Ziel ist, Mode aus Deutschland als Kultur- und Wirtschaftsgut zu fördern und zu etablieren. Dafür arbeiten wir alle Hand in Hand“, sagt Vorstandsmitglied Anita Tillmann.

Die 45-Jährige ist die Powerfrau der Modewoche. Als Geschäftsführerin der Premium-Gruppe ist sie allein für 4 der 8 parallel laufenden Einzelmessen verantwortlich. Themenschwerpunkte sind in dieser Saison nachhaltige Mode und der Einsatz neuer Technologien in der Branche.

Allein zum Kongress #Fashiontech am Mittwoch (4.7.) haben sich 4.000 Teilnehmer angemeldet. Insgesamt erwarten die Veranstalter wieder rund 100.000 Fachbesucher – und natürlich möglichst viele Fans im Internet.

apa/dpa

stol