<BR /><div class="img-embed"><embed id="1069701_image" /></div> <b>Viktoria Frener </b> kocht im 7-köpfigen Team der Mensa Dante. Hier werden zwischen 100 und 950 Mahlzeiten am Tag aufgetischt, zubereitet in 4 bis 5 Turnussen. Die größte Herausforderung dabei? „Das Essen auf den Tisch zu bringen“, scherzt Frener und fügt an: Die größte Herausforderung sei, den Kindern und Jugendlichen im Grundschul- bis Oberschulalter das Essen überhaupt schmackhaft zu machen.<BR /> In Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und OEW gibt es ein Projekt, das den Wert einer gesunden, ausgewogenen, nachhaltigen Mahlzeit aufzeigen soll, erklärt Frener. Dieses sieht auch eine Mensabegehung für Erstklässler der Mittelschulen vor. „Auf die Frage, was sie am liebsten essen, kommt meist: Sushi, Frittiertes, etwas aus der ‚schnellen Küche‘“, erzählt Frener und verweist auf Vorgaben, die beim Erstellen des 6-wöchigen Menüplans einzuhalten sind, der mit Ernährungsberatern des Krankenhauses Brixen abgestimmt wird. <BR />Und wenn mal die Menge nicht reicht? „Dann findet man Alternativen“, sagt Frener. Da bei Schlechtwetter oft mehr gegessen werde als bei Hitze, sei das Abschätzen der Größe der Portionen nicht immer einfach.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1069704_image" /></div> Nur püriert, klein gehackt oder gemixt, jedenfalls alles in Miniformat, kommt das Essen aus den Kochtöpfen von <b>Evelina Castlunger</b>. Sie kocht im Kinderhort Pinocchio für Kleinkinder ab 3 Monaten bis 3 Jahren. „Bei uns ist ein anderes Kochen notwendig: mit wenig Salz und Zucker – auf natürlicher Basis. Ich mache viel mit Kräutern“, erzählt Castlunger.<BR /> Auch hier gibt es Vorgaben: Gemüse und Obst jeden Tag, 2 Mal die Woche Fleisch, einmal die Woche ein Fischgericht. „Ab und zu gibt es auch etwas Süßes, wie einen Kuchen zur Marende“, sagt Castlunger, die den Kindern auch ein tägliches Frühstück zubereitet.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1069707_image" /></div> <b>Dario Ferrarese</b> ist der einzige Koch in der Runde. Er bekocht mit 2 Kolleginnen die Kinder im Kindergarten Millecolori. An die Grundschule Rosmini wird das Essen – insgesamt für 120 Kinder – geliefert. Er erzählt, dass die Kinder beim Eintritt in den Kindergarten meist weniger essen, weil die Umgebung neu ist, das Essen anders schmeckt als bei Mama. „Mit der Zeit gewöhnen sie sich daran. Ab April essen sie dann meist ein Drittel mehr“, sagt Ferrarese. Er kennt auch das Verhalten in der Gruppe, das abfärben kann. Etwa wenn einer etwas nicht essen will und es dann allen nicht mehr schmeckt. Umgekehrt geht es aber auch, wenn etwa ein Kind isst, weil die anderen essen. <BR /><div class="img-embed"><embed id="1069710_image" /></div> So wie Ferrarese kocht auch <b>Agnes Priller</b> (Kindergarten und Grundschule St. Andrä) viel mit Gemüse. „Nährstoffe sind wichtig“, betont sie. So mischt sie bei Fleischragout gerne Karotten unter, auch die Sauce zum Fleischgericht basiert auf Gemüse. „Wobei Kinder klassische Fleischgerichte, wie Gulasch, nicht so mögen“, weiß Priller, die auch auf den optischen Aspekt Wert legt. So soll das Gemüse in der Gemüselasagne erkennbar und kein Brei sein. „Im Kindergarten wird selten im Essen gestochert“, hat Priller die Erfahrung gemacht. Auch in der ersten Klasse werde noch „gut gegessen. Je älter die Kinder werden, umso wählerischer und heikler werden sie“.<BR />Dass es bei so vielen Esse(r)n nicht allen schmecken kann, liegt auf der Hand. Darüber waren sich alle einig.