„In meiner Freizeit steht meine Familie an erster Stelle“, sagt der 41-Jährige, der in Wien lebt. „Dann kommt sofort Südtirol. Mein Job ermöglicht mir viel Flexibilität, sodass ich fast jedes Monat in meine Heimat fahren kann. Und wenn der Brenner-Basis-Tunnel einmal fertig sein wird, dürfte es sich auch auszahlen, nur für ein Wochenende nach Algund zu fahren.“ <BR /><BR />Wenn Schrott in Südtirol ist, im Schnitt 10 Mal pro Jahr, ist es ihm in erster Linie wichtig, bei seinen Verwandten zu sein, aber auch alte Freundschaften pflegt er dann. Zu seinem Freundeskreis zählt auch Landesmeteorologe Dieter Peterlin, mit dem Schrott in Innsbruck studiert hat. „Wir hören oder schreiben uns regelmäßig.“<h3> Rückkehr nach Südtirol?</h3>„Südtirol ist meine Heimat, Wien ist mein Zuhause“, betont Daniel Schrott. „Ich versuche auch, dass mein Kind und bald sind es ja Kinder, meine Wurzeln kennenlernen und pflegen. Mein Sohn Julian fährt auch immer gerne mit nach Algund. Und einige Male im Jahr kommt auch meine Frau Susi mit.“ Zieht Schrott auch eine Rückkehr nach Südtirol in Betracht? „Vielleicht komme ich irgendwann fix nach Südtirol zurück. Spätestens in meinem Ruhestand wird es wohl so kommen“, verrät er. <BR /><BR />Nächstes Jahr werden die Ö3-Hörer für fast ein Jahr auf Daniel Schrott verzichten müssen, denn er will 10 Monate Elternzeit in Anspruch nehmen. Dann wird er dafür wohl einige Male öfter als sonst in Südtirol anzutreffen sein. <h3> Wetter als Berufung</h3>Für den Algunder ist das Wetter, „Beruf, Berufung und Hobby“. Den 41-Jährigen hat immer schon der Schnee fasziniert. In jungen Jahren so dem Wetter verschrieben wie der Marlinger Wetterfrosch Florian Schmalzl habe er sich aber nicht. „Ich habe nie eine Wetterstation aufgestellt“, blickt Schrott zurück. <BR /><BR />„Der Schnee hat mich immer in seinen Bann gezogen. Wenn es in den 1980er und 1990er Jahren geschneit hat, war ich aus dem Häuschen. Ich kann mich noch gut an alle größere Schneefälle erinnern. Und ich weiß auch noch, wo man früher wirklich gut rodeln konnte. Übrigens: Meine erste Kindheitserinnerung war das Rodeln in Hafling.“<BR /><BR />Skifahren kam als Hobby irgendwann dazu. Und auch auf Skitour ist Daniel Schrott immer wieder gerne. „In den vergangenen Jahren war das in Ostösterreich aber kaum möglich, weil es wenig geschneit hat, heuer aber“, berichtet der gebürtige Algunder. „Denn im Winter konnte ich erstmals in Wien eine Skitour unternehmen. Die Schneelage ließ es für eine kurze Zeit zu.“ <h3> An der alten Donau</h3>„Ich wohne in Wien etwa einen halben Kilometer von der Alten Donau entfernt – im 21. Bezirk“, sagt Schrott. „Auf diesem bananenförmigen See, der relativ seicht ist und sich leicht erwärmt, bin ich gerne mit dem Stand-Up-Paddle unterwegs. Das ist ein toller Ausgleich zum Job.“ Dieses Naherholungsgebiet eignet sich aber auch zum Schwimmen – und natürlich ist Schrott mit seinem Sohn auch am Spielplatz anzutreffen. <BR /><BR />Eine große Freude hat der Algunder auch mit seiner Dachterrasse, die eigentlich einem Obst- und Gemüsegarten gleicht: Dort erntet er unter anderem Äpfel, Birnen, Marillen, Feigen, Johannisbeeren, Brombeeren und Weintrauben. Und in seinem Hochbeet pflanzt der Hobbygärtner das ganze Jahr Gemüse an. „Selbstversorger bin ich keiner, aber einen Teil unseres Gemüsebedarf können wir schon selber decken“, freut er sich. „Beim Gärtnern wird der Kopf frei.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="895676_image" /></div> <BR /><BR />Und auch das Kochen und Backen gehört zu Schrotts Leidenschaft. Erst vor Kurzem hat er einen Pizza-Backkurs besucht. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="895679_image" /></div> <h3> Früher ein Kicker</h3>Auf der Dachterrasse verbringt Daniel Schrott auch sonst viel Zeit, beispielsweise, wenn er den Grill anwirft. „Im Sommer regnet es in Wien relativ wenig“, erzählt der Algunder. „Wir haben ganz wenige Gewitter.“<BR /><BR />In die Vereinswelt ist Daniel Schrott nicht integriert. „Früher habe ich in Algund Fußball gespielt“, betont der Meteorologe. „Ich gehöre aber zu den Algunder Chronisten. Ich bin zuständig für das Wetter. Monatlich schreibe ich, wie das Wetter in Algund war. Das ist eigentlich der einzige Verein, in dem ich aktiv bin. Seit bald 10 Jahren kommen meine Berichte in die Jahreschronik.“ Wandern und auf den Berg gehen, dürfen in Daniel Schrotts Leben auch nicht fehlen. „Ich liebe es, in der Natur unterwegs zu sein“, verrät der 41-Jährige. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="895682_image" /></div> <h3> Zur Person</h3>Der gebürtige Algunder Daniel Schrott (41) ist seit 2006 Teil der ORF-Wetterredaktion und seit Jahren fester Bestandteil des Ö3-Weckers, davor war er auch im Frühstücksfernsehen bei „Guten Morgen Österreich“ (ORF2). Er hat das Studium der Meteorologie an der Universität Innsbruck absolviert und war von 2009 bis 2011 auch Landesmeteorologe in Südtirol. Mit Sohn Julian und Ehefrau Susi lebt er in Wien. Die Familie erwartet im September Nachwuchs – einen Buben.