Die „ZiB“-Lady verlässt nach 32 Jahren den ORF, um mit 1. Juli die Leitung des Jüdischen Museums der Stadt Wien zu übernehmen.Ihre letzte Sendung wird für die Moderatorin in jedem Fall ein besonderer Moment, wie sie im Interview mit der APA sagte: „Natürlich wird das kein Abend wie jeder andere sein.“ Nach 32 Jahren ORF und 22 Jahren Moderation der „Zeit im Bild“ sei sie mit dem Unternehmen und ihrer Aufgabe „sehr verbunden, jedenfalls möchte ich mich beim Publikum für den großen Zuspruch im Lauf vieler Jahre bedanken“.Spera hat seit 1988 den ORF-Nachrichten ein Gesicht gegeben. Ihr Abschied wird sowohl von Kollegen als auch dem Publikum bedauert, wie zahlreiche Glückwünsche oder Briefe mit dem Ausdruck des Bedauerns belegen, wie sie schildert. „Auch mir fällt es nicht leicht, mich von meinen Kollegen zu trennen, nach so vielen Jahren, die wir gemeinsam verbracht haben.“Aller journalistischen Routine zum Trotz gab es auch für Spera Ereignisse, die sie als Mensch nachhaltig betroffen machten: “Der 11. September 2001 war ganz sicher ein derartiger Moment, wo wir alle nicht für möglich gehalten haben, was wir da live miterlebt haben“. Die interessanteste berufliche Aufgabe im ORF war für die Journalistin jene als Reporterin. „Das war für mich die spannendste Periode, da bin ich in die verschiedensten Weltgegenden gereist, in Regionen, in die ich sonst vermutlich nicht gekommen wäre.“ Die Zeit prägte sie auch in Folge und außenpolitische Themen blieben ihr Faible, wie sie sagte.Im Juni 1988 moderierte sie ihre erste „Zeit im Bild“, insgesamt führte Spera durch knapp 4.000 „Zeit im Bild“-Sendungen, unzählige Ausgaben der Kurz-„ZiBs“ sowie zahlreiche Sondersendungen. Nebenbei berichtete die zweifache Romy-Preisträgerin und Mutter eines Sohnes sowie zweier Töchter immer wieder von Schauplätzen aus der ganzen Welt, vor allem aus dem Nahen Osten.Von 1990 bis 2002 war sie Lehrbeauftragte am Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft in Wien. Seit 2000 ist Spera ständige Autorin bei der jüdischen Zeitschrift „NU“.apa