Dienstag, 17. November 2020

Dank an die Helden der Frühchenstation

In Südtirol kommen jedes Jahr fast 350 Kinder auf die Neugeborenen-Intensivstation im Bozner Krankenhaus. Zum Welttag der Frühgeborenen am heutigen Dienstag sagen ihre Eltern den Ärzten und Pflegern mit einer besonderen Aktion Danke.

Kleinste Händchen in guten Händen: Die Vereinigung „Frühcheneltern Südtirol“ will zum heutigen Welttag Ärzten und Pflegern ihre Wertschätzung ausdrücken.
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Kleinste Händchen in guten Händen: Die Vereinigung „Frühcheneltern Südtirol“ will zum heutigen Welttag Ärzten und Pflegern ihre Wertschätzung ausdrücken. - Foto: © Frühcheneltern Südtirol
„Sie sind wahre Engel. Wir wurden 100 Tage bestens betreut. Die Station ist einfach super“: Eltern von zu früh oder krank geborenen Kindern bedanken sich mit solchen Nachrichten bei Ärzten, Pflegern und Mitarbeitern der Neugeborenen-Intensivstation im Krankenhaus Bozen.

Ihre Dankschreiben verteilen sie am Welttag der Frühgeborenen in der Station.

„Jede Mutter, jede Familie möchte für ihr Neugeborenes da sein und es mit nach Hause nehmen, aber das ist in unseren (Not-)Fällen nicht möglich“, schreibt Petra Kerschbaumer, Mitglied der Gruppe „Frühcheneltern Südtirol“ in einer Aussendung. So schwer es auch sei, das eigene Kind im Krankenhaus zurückzulassen, so wohltuend sei die Gewissheit, dass die kleinsten und kleinen Patienten rund um die Uhr überwacht und liebevoll umsorgt werden.



„In ihren Inkubatoren, den sogenannten Brutkästen, werden die oft nur 500 Gramm schweren Babys mit allem versorgt, was sie zum Überleben brauchen“, schreiben die Eltern: „Sie werden darin nicht nur gefüttert, gewickelt, gewaschen, untersucht und immer wieder neu gebettet, die Pflegekräfte sprechen mit ihnen, herzen sie, kleiden sie in eigens genähte Mini-Gewänder und legen ihnen Kuscheltiere in die winzigen Hände.“ All dies helfe und bestärke in dieser schwierigen Situation, da Eltern selbst nur einen Bruchteil beitragen könnten.

Leben und Sterben so nah beieinander

Tagtäglich geht es auf der Station um Leben und Sterben, um Ängste und Sorgen, um Bangen und Hoffen, um Fortschritte und ein Mehr an Lebensqualität. „Unsere Kinder sind in den besten Händen, das Personal leistet großartige Arbeit“, betonen die „Frühcheneltern Südtirol“.
Auf der Neugeborenenintensiv stehen Tag und Nacht nur die Kinder im Mittelpunkt. „Heute soll auch das Personal einmal im Mittelpunkt stehen, denn ohne die Mitarbeit jedes einzelnen wären viele Kinder nicht mehr am Leben und viele hätten nicht die nötige Förderung, die sie für ein Leben mit bestmöglicher Lebensqualität benötigen“, sind sich die Eltern bewusst.

Dr. Alex Staffler, Primar der Neugeborenen-Intensivstation, hat einen konkreten Wunsch für seine Abteilung, der in der Aussendung zitiert ist: „Mehr und größere Räumlichkeiten“.

stol