<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />In freier Wildbahn leben Hamster unter der Erde und bauen, wenn es wärmer wird, immer tiefer liegende Gänge und Bauten. Dort liegt die durchschnittliche Temperatur meist nicht viel höher als 10 Grad. Zudem können Hamster nicht schwitzen. <BR /><BR />Sie nutzen an heißen Tagen Urin und Speichel, um sich abzukühlen. Sieht das Fell des Hamsters also struppig und feucht aus, muss man dringend für Kühlung sorgen. Wenn sich der Hamster versucht, im Gehege einzugraben, ist das ebenfalls ein Anzeichen dafür, dass ihm zu warm ist.<h3>Abkühlung im Gehege</h3>Im Sommer ist es wichtig, seinem Hamster kühle Verstecke anzubieten, beispielsweise Fliesen oder Platten aus Ton, Granit oder Keramik. Zudem sollte man das Hamstergehege unbedingt vor Sonneneinstrahlung schützen. Gelüftet wird am besten nur morgens und nachts, untertags sollte man die Vorhänge oder Rollos schließen. <BR /><BR />Zusätzlich kann man seinem Hamster Kühlmöglichkeiten anbieten, wie beispielsweise größere Sandflächen und in einem separaten Gefäß leicht befeuchteten Sand oder Kokoshumus. Wichtig ist, dass der Hamster selbst die Abkühlung suchen darf, also nicht das ganze Gehege mit kühlen Platten auslegen. Man kann sie beispielsweise eine Etage höher platzieren.<BR /><BR />Feuchte Tücher im Raum können die Zimmertemperatur etwas absenken. Bei großer Hitze kann man Flaschen mit kaltem Wasser oder Kühlakkus (letztere in einer Tüte und mit einem Tuch darum gewickelt) an eine Seite des Geheges legen. Achtung: nicht direkt hinein!<BR /><BR />Vorsicht ist bei Klimaanlage und Ventilatoren geboten. Die Luft trocknet Augen und Schleimhäute aus und kann Erkältungen verursachen. Man kann, wenn es in der Wohnung sehr heiß ist, das Gehege auch vorübergehend in einen kühleren Raum wie etwa ins Bad stellen.<h3>Erfrischendes Futter</h3>Im Sommer ist natürlich auch beim Futter das eine oder andere zu beachten, und es muss stets frisches Trinkwasser zur Verfügung stehen. Das Wasser sollte man täglich wechseln, um Bakterien- und Algenbildung zu verhindern.<BR /><BR />Da sich die Hamster bei heißen Temperaturen weniger bewegen, sollte man energieärmer füttern, also weniger Nüsse oder Kerne, dafür lieber fettarme Getreidesorten anbieten. Zusätzlich kann man abends ein wenig wasserhaltige Frischfuttersorten wie Gurke und Salate geben. Da Hamster ihr Futter gerne bunkern, sollte man vor allem im Sommer die Vorratskammer gut kontrollieren, damit die Reste nicht verderben.<h3> Ein Umzug</h3>Wird es in der Wohnung dauerhaft zu heiß, sollte man überlegen, ein Klimagerät (welches trocken kühlt) anzuschaffen. Alternativ kann man sein Tier vorübergehend in eine kühlere Wohnung zu Verwandten oder Freunden umsiedeln, was allerdings mit einem gewissen Stress verbunden ist. Ein Umzug in den Keller eignet sich nur bedingt, denn meist sind Keller nicht gut genug belüftet und beleuchtet.