Donnerstag, 01. November 2018

Das Fest der guten Menschen

Am heutigen 1.November wird in der katholischen Kirche das Fest Allerheiligen gefeiert. Es zählt neben Feiertagen wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten zu den Hochfesten des Kirchenjahres. Der Tag ist allen Heiligen und guten Christen gewidmet, die ihr Leben an der Lehre Jesu Christi orientiert haben. Man gedenkt zu Allerheiligen sogar in besonderer Weise den unbekannten Heiligen und denen, die nie heiliggesprochen wurden.

Zu Allerheiligen werden traditionell die Gräber der Verstorbenen besucht und mit Blumen und Kerzen geschmückt.
Zu Allerheiligen werden traditionell die Gräber der Verstorbenen besucht und mit Blumen und Kerzen geschmückt. - Foto: © shutterstock

Im Lauf der ersten Jahrhunderte wurde es wegen der steigenden Zahl von Heiligen zunehmend schwierig, einen Feiertag für jeden Heiligen zu finden. Darum wurde das Fest 839 n. Chr. von Papst Gregor IV. für die gesamte Westkirche eingeführt. 

Am 1. November wird in der katholischen Kirche traditionell die Farbe Weiß getragen. Sie steht für Freude und Friede und ist außerdem das farbliche Symbol für Christus. 

Gotelpack und Germgebäck

An Allerheiligen werden nach altem Brauch die Gräber im Friedhof einer jeden Gemeinde gesegnet. Die Angehörigen besuchen die Grabstätten, schmücken die Gräber mit frischen Blumen und Kränzen, beten für die Verstorbenen und entzünden die sogenannten „Seelenlichter“. 

Im süddeutschen Sprachraum gibt es noch andere Allerheiligen-Traditionen. Oftmals erhalten Kinder von ihren Pateneltern ein Geschenk, den sogenannten „Gotelpack“. Außerdem werden Zöpfe oder Tiere aus Germteig gebacken, mit Streuselzucker verziert und verschenkt. Dieser Brauch geht auf die antike Trauerkultur zurück, in der es üblich war, geflochtene Haare als Zeichen der Trauer abzuschneiden. Der geflochtene Germzopf steht symbolisch für das abgeschnittene Haar. 

stol

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